Stormarn
Ahrensburg/Bargteheide

Polizisten bepöbelt: 20 Stunden Arbeitsauflage

Das Ahrensburger Amtsgericht verurteilte einen 21-jährigen Segeberger (Symbolbild).

Das Ahrensburger Amtsgericht verurteilte einen 21-jährigen Segeberger (Symbolbild).

Foto: Volker Hartmann / dpa

Mann wollte in Bargteheide die Festnahme eines Freundes verhindern. Seiner Meinung nach hatten Polizisten ihn unnötig hart angefasst.

Bargteheide.  Weil er die Festnahme eines Freundes lautstark pöbelnd verhindern wollte, musste sich Daniil N. (alle Namen geändert) jetzt vor dem Amtsgericht Ahrensburg verantworten. Der 21 Jahre alte Segeberger hatte Polizisten in Bargteheide beleidigt.

Der gebürtige Weißrusse war am 27. Juni vergangenen Jahres zufällig Zeuge, wie ein langjähriger Bekannter vor einem Bar-Restaurant an der Lübecker Straße von zwei Beamten verfolgt und zu Boden gebracht wurde. „Meiner Meinung nach haben die Beamten ihn unnötig hart auf den Asphalt gedrückt“, sagte N. vor Gericht. Laut eigener Aussage habe er damals unter Alkohol- und Drogeneinfluss gestanden.

Angeklagter zeigte vor Gericht Reue

Die Polizisten gaben an, dass N. seinen Freund auch befreien wollte. Er habe versucht, einen Beamten wegzuziehen. „Nachdem er einem Platzverweis keine Folge leistete, haben wir Daniil N. ebenfalls am Boden fixiert“, berichtete einer der Beamten. N. habe daraufhin die Polizisten mit Beleidigungen überhäuft. „Ich erinnere mich, dass Worte wie Hurensohn, Drecksbulle und die Formulierung ,Habt ihr jetzt dicke Eier?’ gefallen sind“, sagt ein anderer Polizist vor Gericht. Daniil N. habe den Einsatz stark behindert.

Im Prozess zeigte sich der Angeklagte einsichtig. Er entschuldigte sich und räumte die Tat ein. Gegen eine Arbeitsauflage von 20 Stunden stellte der Richter das Verfahren schließlich ein.