Stormarn
Fachkräftemangel

Reinbeks Klinik hat neue Abteilung zur Stärkung der Pflege

Angela Ahrens (l.) gratuliert Pflegern zur Berufsanerkennung.

Angela Ahrens (l.) gratuliert Pflegern zur Berufsanerkennung.

Foto: A. Schulz-Colberg

Das St. Adolf-Stift stellt Ende März sechs weitere Mitarbeiter von den Philippinen ein und will so einem Fachkräftemangel vorbeugen.

Reinbek.  Das Krankenhaus St. Adolf-Stift in Reinbek geht bei der Suche und Ausbildung von Pflegekräften neue Wege, denn es bekommt den Fachkräftemangel in der Branche und die Konkurrenz um gut ausgebildete Mitarbeiter immer deutlicher zu spüren. So rief die Klinik das Pflege-Entwicklungs-Center (PEC) ins Leben, dessen Ziel unter anderem die Aufwertung des Pflegeberufes ist. „Wir möchten damit unser Haus zu einem Vorzeige-Krankenhaus und Magneten für Pflegekräfte machen, also neue Mitarbeiter gewinnen und auch halten“, sagt Angela Ahrens, stellvertretende Pflegedirektorin.

Weitere Pflegekräfte sollen von den Philippinen kommen

Das Projekt ist auf vier Jahre angelegt und soll auch die Qualität der Pflege verbessern. Das PEC ist für die Rekrutierung von Personal verantwortlich und gestaltet Einarbeitungskonzepte. Zudem liegt bei der Abteilung die Zuständigkeit für Fort- und Weiterbildungen sowie die Karriereplanung der Pfleger. Dabei geht der Blick auch über die Grenzen Deutschlands hinweg. Wie berichtet, wurden im September sechs Pflegekräfte von den Philippinen angestellt. In deren Heimat wird über den Bedarf fürs Ausland nach amerikanischem Standard ausgebildet. „Bei unseren neuen Mitarbeitern haben wir darauf geachtet, dass sie gut Deutsch verstehen, lesen, schreiben und sprechen können“, sagt Ahrens.

Jeder der neuen Mitarbeiter ist von einem Mentor begleitet worden. Zudem hatten die philippinischen Pflegekräfte einmal in der Woche einen Theorie-Tag in der Schule, um die deutschen Standards zu lernen. Vor Kurzem bestanden sie die Berufsanerkennungs-Prüfung. Auch wenn die Asiaten nun eigenständig als Examinierte arbeiten dürfen, werden sie bei Bedarf weiter von den Kollegen begleitet und außerdem die Sprachkenntnisse vertieft.

Weil sich die Rekrutierung aus dem Ausland bewährt hat, verstärkt sich die Bettenstation Ende März mit sechs weiteren Pflegern von den Philippinen. Und noch in diesem Jahr ist Personal aus dem Inselstaat für die Intensivstation und Anästhesieabteilung geplant. Mittelfristig soll der Bedarf an Pflegekräften durch eine Aufstockung der Plätze in der Pflegeschule gedeckt werden.