Stormarn
Kommentar

Mehr Sauberkeit erhöht den Genuss, bisherige Praxis prüfen

Abendblatt Mitarbeiter Janina Dietrich.

Abendblatt Mitarbeiter Janina Dietrich.

Foto: Michael Rauhe

Nach genauer Betrachtung scheint die Regulierung sinnvoll. Andere Veranstalter sollten ihre bisherige Praxis auf den Prüfstand stellen.

Was auf den ersten Blick wie eine weitere Regulierungswut deutscher Behörden anmutet, erweist sich bei genauerer Betrachtung als durchaus sinnvoll. Für den Verkauf von Kuchen und Torten gelten in Stormarn auch bei kleineren Veranstaltungen wie Flohmärkten oder Fußballturnieren „lebensmittelhygienische Mindestanforderungen“.

Das ist auch gut so, denn die Vorgaben sind nicht übertrieben. Wird eine Sahnetorte gekühlt, muss niemand nach dem Verzehr Bauchschmerzen fürchten. Wenn der Schokokuchen nicht von Besuchern angespuckt oder angefasst werden kann, erhöht das für alle die Appetitlichkeit. Und dass die Verkäufer saubere Hände und Kleidung haben, sollte eine Selbstverständlichkeit sein.

Der Bargteheider Fall sorgt für Aufsehen – und damit hoffentlich auch dafür, dass die Organisatoren anderer Veranstaltungen ihre bisherige Praxis auf den Prüfstand stellen. Schon mit wenig Aufwand lässt sich oft die Hygiene verbessern. Damit der Gang ans Kuchenbuffet künftig noch mehr Spaß macht.