Stormarn
Ahrensburg/Lübeck

Prozess: Paar betrügt Geldanleger um 500.000 Euro

Ein Paar muss sich vor dem Landgericht Lübeck von Dienstag an wegen schweren Betrugs verantworten (Symbolbild)

Ein Paar muss sich vor dem Landgericht Lübeck von Dienstag an wegen schweren Betrugs verantworten (Symbolbild)

Foto: Angelika Warmuth / dpa

Zwischen 2010 und 2015 sollen eine Frau und ein Mann in 16 Fällen Geldanleger in Ahrensburg und weiteren Orten betrogen haben.

Ahrensburg/Lübeck.  Ein 49 Jahre alter Mann und eine 48-Jährige stehen ab Dienstag wegen besonders schweren Betrugs vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft beiden vor, zwischen Juli 2010 und März 2015 in Ahrensburg und anderen Orten in 16 Fällen Geldanleger betrogen zu haben.

Laut Anklage soll der Mann als Finanzberater eines in Hamburg ansässigen Unternehmens Kunden vorgespiegelt haben, ordnungsgemäß und seriös über dieses Unternehmen Geldanlagen auf einem auf seinen Namen laufenden Konto in der Schweiz vornehmen zu können. Die von den Kunden überlassenen Geldbeträge in Höhe von insgesamt mehr als 500.000 Euro habe er aber nicht angelegt, sondern per „Schneeballsystem“ teils an zuvor Getäuschte ausgezahlt und teils für sich behalten. Doch nach einiger Zeit fiel das System in sich zusammen. So konnte der Angeklagte fällige Zahlungen nicht mehr leisten.

Angeklagte gab sich als Angestellte aus

Die 48 Jahre alte Frau trat ebenfalls als Angestellte des Unternehmens auf und war bei den Treffen mit Kunden dabei. Die Angeklagte soll dabei diverse Möglichkeiten von Sparanlagen in der Schweiz erklärt haben. Zudem stellte sie laut Staatsanwaltschaft auf ihren Namen laufende Konten für den Betrug zur Verfügung und bediente sich auch.

Für den Prozess vor der Wirtschaftsstrafkammer am Landgericht in Lübeck sind drei Verhandlungstage bis zum 6. Juli anberaumt und neun Zeugen geladen.