Stormarn
Sanierung

Bargteheider Vogelsiedlung: Experte soll Hauseigner beraten

2016 startete das Projekt unter Federführung von Klimaschutzbeauftragter Ulrike Lenz und Projektleiter Clemens Thoma

2016 startete das Projekt unter Federführung von Klimaschutzbeauftragter Ulrike Lenz und Projektleiter Clemens Thoma

Foto: Christina Schlie / HA

Externer Sanierungsmanager soll Hauseigner beraten. Sanierungskosten: etwa 120.000 Euro . Anwohner müssen sich daran nicht beteiligen.

Bargteheide.  Für das Konzept zu einer energetischen Sanierung der Vogelsiedlung in Bargteheide beginnt nun die nächste Phase. Die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt, Klima und Energie sprachen sich bei ihrer jüngsten Sitzung einstimmig für einen externen Sanierungsmanager aus, der die Hauseigner beraten soll.

Die in den 1960er Jahren errichteten Reihenhäuser wurden für das Klimaschutzkonzept der Stadt ausgesucht, weil sich die weitgehend baugleichen Häuser besonders für das Projekt eignen. Das Ziel lautet: Die Sanierungsrate von Bestandsgebäuden soll erhöht werden. Und durch geringere Heizkosten soll gleichzeitig der Ausstoß von Kohlendioxid verringert werden.

„Viele Anwohner sind bereits ungehalten“, sagt Marion Luig-Wölfl (WfB). „Es dauert ihnen zu lange.“ Nach ersten Informationsveranstaltungen der Frank Ecozwei GmbH wertete die Firma einen Fragenkatalog der Eigentümer zum Zustand der Immobilien aus. Im Fokus standen der Energieverbrauch und Informationen zur Gebäudehülle. Die daraus entwickelten Muster-Energiekonzepte sollten es den Hauseigentümern erleichtern, Kosten und Nutzen der verschiedenen Maßnahmen gegeneinander abwägen zu können.

Die Stadt wird nur einen Teil der Kosten übernehmen

Damit nun Taten folgen und die Ergebnisse konkretisiert werden können, soll ein Energieberater bestellt werden. Trotz geplanten Budgets in Höhe von 120.000 Euro rechnet die Stadt damit, für einen Zeitraum von drei Jahren selbst nur 18.000 Euro übernehmen zu müssen, also lediglich 6000 Euro pro Jahr. Denn der Rest soll von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (65 Prozent) und vom Land Schleswig-Holstein (20 Prozent) gefördert werden. Die Anwohner müssen sich an den Kosten nicht beteiligen. „Wir können den Antrag erst stellen, wenn der Finanzausschuss am 31. Mai abgestimmt hat“, so Jürgen Engfer, Bauamtsleiter der Stadt. „Da wir von einem positiven Ergebnis ausgehen, bereiten wir aber bereits alles vor.“