Stormarn
Gewerbe

Planer stellen Entwurf für neuen Famila in Trittau vor

Auf der Planskizze sind die Familia-Verkaufsläche rot und die Parkplätze gelb eingezeichnet. Rechts daneben könnten weitere Wohnhäuser entstehen

Auf der Planskizze sind die Familia-Verkaufsläche rot und die Parkplätze gelb eingezeichnet. Rechts daneben könnten weitere Wohnhäuser entstehen

Foto: Planlabor Stolzenberg

Ein neuer Supermarkt ist südlich der Großenseer Straße geplant: 4500 Quadratmeter Verkaufsfläche und 300 Parkplätze.

Trittau.  Noch fahren die Kunden der Trittauer Famila-Filiale ins Gewerbegebiet, um ihre Einkäufe zu erledigen. Doch das soll sich bald ändern: Der Betreiber des Supermarktes will den jetzigen Standort an der Nikolaus-Otto-Straße aufgeben und näher ans Zentrum der Gemeinde rücken. Der neue Standort ist südlich von der Großenseer Straße und östlich von der Bürgerstraße vorgesehen.

Mit dem Umzug könnte sich die Filiale deutlich vergrößern: Rund 4500 Quadratmeter soll die Verkaufsfläche laut Planung umfassen. Ebenso schlägt der Betreiber rund 300 Parkplätze auf dem Supermarkt-Gelände vor. Bei der jüngsten Sitzung des Trittauer Planungsausschusses stellte Detlev Stolzenberg vom gleichnamigen Planlabor in Lübeck einen Entwurf für den Bebauungsplan vor. Die bisher gewerblich geprägte Fläche soll sich zum Sondergebiet für Einzelhandel entwickeln. „An der Großenseer Straße soll etwas Attraktives entstehen und kein Zweckbau, der an eine Industriehalle erinnert“, sagt Stolzenberg.

Gebäudekomplex soll zweistöckig gebaut werden

Der freie Architekt und Stadtplaner sieht einen zweistöckigen Gebäudekomplex vor. Stolzenberg: „Hier könnten sich beispielsweise auch medizinische Einrichtungen oder ein Fitness-Studio ansiedeln.“ Neben dem Einzelhandels-Gelände sollen in Angrenzung an ein bestehendes Wohngebiet zudem weitere Wohnhäuser entstehen.

Die Pläne hierzu begrüßt Bürgermeister Oliver Mesch (parteilos). „Famila ist sehr wichtig für die Gemeinde“, sagt Mesch. „Deswegen wollen wir dem Supermarkt die Möglichkeit geben, sich zu entwickeln und zu vergrößern.“ Ebenso hofft der Verwaltungschef, damit das Trittauer Zentrum zu stärken. Mesch: „Wir konkurrieren mit Schwarzenbek und Sandesneben und müssen uns als Unterzentrum noch fitter machen.“ Er hofft auf einen Satzungsbeschluss mit B-Plan im kommenden Jahr.

Auch Markant und Edeka wechseln ihren Standort

Die Umsiedlung des Famila-Marktes ist Teil eines Nahversorgungskonzeptes, das auch die künftigen Standorte der Märkte Markant, Aldi und Edeka regelt. Erst im März beschlossen der Verwaltungschef und die Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD, den Grünen und der Bürgergemeinschaft Trittau, die Ansiedlung von Einzelhandelsflächen neu zu ordnen (wir berichteten). Damit beendeten sie auch einen jahrelangen Streit um die Standorte von Markant und Edeka: Der zunächst für den Schützenplatz anvisierte Markant-Markt mit Discounter soll an der Hamburger Straße bei der Ortsausfahrt nach Grande entstehen. Das Unternehmen Süllau, das den Edeka-Markt in Trittau betreibt, wird wie ursprünglich geplant auf dem Gelände der ehemaligen Meierei bauen.