Ehrenamt

Innenminister Studt lobt Reinfelds Einsatz für Flüchtlinge

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Finn Fischer
Die DRK-Ortsvorsitzende Cordula Andjelic-Neumann begrüßt Innenminister Stefan Studt in Reinfeld

Die DRK-Ortsvorsitzende Cordula Andjelic-Neumann begrüßt Innenminister Stefan Studt in Reinfeld

Foto: Finn Fischer / HA

Landesinnenminister Stefan Studt (SPD) schaute zur Neueröffnung der DRK-Kleiderkammer im Alfa-Park vorbei. Er zeigte sich beeindruckt.

Reinfeld.  Im Alfa-Park an der Schillerstraße in Reinfeld hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) seine Kleiderkammer komplett modernisiert. Zur Eröffnung ließ sich auch Landesinnenminister Stefan Studt (SPD) durch das Wohnprojekt führen. Seit etwa einem Jahr leben in den von der Stadt angemieteten Räumen Flüchtlinge.

Studt zeigte sich beeindruckt von der Arbeit der Ehrenamtler. „Die Integration der Flüchtlinge ist eine echte Herausforderung für uns alle“, sagte er. „Wir haben hier in Schleswig-Holstein echtes Glück gehabt, dass so viele Menschen ihre Hilfe angeboten haben.“ Das Ergebnis zeige sich auch in dem Reinfelder Projekt.

Kleiderkammer ist auch Treffpunkt für Flüchtlinge

Aufgrund des hohen Zustroms an Flüchtlingen im Vorjahr war der Platz in der Begegnungsstätte nicht mehr ausreichend, sodass die Stadt Räume im Alfa-Park mietete. Armin A. Moghaddam, Inhaber der Firma Alfalot und Vermieter, ließ das Gebäude umfassend renovieren: Seitdem stehen den Asylbewerbern Schlafzimmer, Aufenthaltsräume, Küche und Terrasse zur Verfügung.

In Verbindung mit der Kleiderkammer entstand ein neuer Treffpunkt in Reinfeld. Seit März 2016 verteilen DRK-Helfer dort Textilien an Bedürftige. Über einen längeren Zeitraum arbeiteten sie mit Provisorien. Inzwischen sind sämtlichen Renovierungen abgeschlossen, und neue Möbel wurden angeschafft.

Trotz IS-Terroristen große Hilfsbereitschaft in Reinfeld

„Das ist ein kleines wichtiges Stück in einem Mosaik regionaler Flüchtlingsarbeit“, sagte Minister Studt. Er freute sich darüber, dass das Engagement trotz der Festnahme eines mutmaßlichen IS-Terroristen in der Stadt unbeeindruckt fortgesetzt werde: „Wir müssen wehrhaft bleiben, aber wir dürfen nicht zulassen, dass all die, die Hilfe brauchen, unter Generalverdacht gestellt werden.“ Vor drei Wochen hatten Polizisten einen jungen Syrer verhaftet.

Umso wichtiger sei der unermüdliche Einsatz für die Integration, so Studt. „Das machen wir hier Hand in Hand“, sagte Gerhard Horn. Der ehemalige Reinfelder Bürgermeister ist inzwischen stellvertretender Vorsitzender des DRK-Ortsverbands. „Es ist uns sehr wichtig zu zeigen, dass von den Flüchtlingen keine Gefahr ausgeht“, sagte die DRK-Vorsitzende Cordula Andjelic-Neumann. Sie dankte den vielen Unterstützern.

( fif )

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