Stormarn
Sportanlage

Reinbek: Umzugsplan des FC Voran Ohe nimmt große Hürde

Auf dem Gelände gegenüber dem Kalksandsteinwerk (links) könnte der neuer Sportplatz entstehen

Auf dem Gelände gegenüber dem Kalksandsteinwerk (links) könnte der neuer Sportplatz entstehen

Foto: Birgit Jaklitsch

Gutachten spielt Verein in die Karten. Experten sehen Bedarf und empfehlen Bau eines Kunstrasenplatzes sowie einer Drei-Feld-Halle.

Reinbek.  Die Chancen des FC Voran Ohe, eine neue Sportanlage an der Ecke Haidkrugchaussee/Am Sportplatz gegenüber dem Kalksandsteinwerk im Reinbeker Ortsteil Neuschönningstedt zu bekommen, sind gestiegen. Das ist das Ergebnis eines Sportstätten-Entwicklungsplans, den das Berliner Büro für Stadt- und Regionalentwicklung („die raumplaner“) für die Stadt angefertigt hat. Ein solches Gutachten hatte das Land gefordert, weil sich das Areal im Außenbereich befindet. Reinbek muss nachweisen, dass die Anlage unbedingt an diesem Standort benötigt wird.

Die Experten kommen zu folgendem Schluss: In Reinbek besteht ein Bedarf an Sportstätten. Und ganz wichtig für die Pläne des Vereins: Seine Mitglieder benötigen mehr Hallenzeiten. Überall ist die Auslastung hoch, teilweise liegt sie sogar bei 100 Prozent. Inzwischen sind die Sportvereine der Stadt wegen der fehlenden Kapazitäten sogar gezwungen, die Flächen zu bestimmten Zeiten doppelt zu nutzen: zum Beispiel, wenn in einer Zwei-Feld-Sporthalle vier Gruppen parallel trainieren.

Laut Gutachten ist kein reguläres Sporttreiben möglich

In dem Gutachten heißt es unter anderem: „Die Vereine können mit den vorhandenen Kapazitäten zum Teil kein reguläres Sportreiben mehr anbieten. Das Sportangebot insgesamt leidet durch diese Art der Belegung bereits jetzt, sodass die Vereine nicht mehr flexibel auf neue Trends, höhere Nachfragen oder bauliche Mängel flexibel reagieren können.“ Die Experten empfehlen Reinbek deshalb, mindestens einen Kunstrasenplatz sowie eine Drei-Feld-Halle zu bauen.

Das Berliner Büro für Stadt- und Regionalentwicklung hatte die Reinbeker Sportvereine sowie jeweils acht Schulen und die Nachbarkommunen Wentorf und Glinde befragt und analysiert, wie welche Sportstätten ausgelastet sind.

Verein habe eine neue Anlage verdient, sagt ein Politiker

Die Anlage des FC Voran Ohe befindet sich an der Straße Amselstieg. Dort ist der Sanierungsstau groß. Vereinsheim, Umkleidekabinen sowie der Fußballplatz ohne Drainage sind in die Jahre gekommen.

Angedacht ist, dass die jetzige Sportanlage – es handelt sich um ein städtisches Grundstück – für den Bau von Häusern genutzt wird. Durch den Verkauf der Fläche soll die neue Sportstätte finanziert werden. „Der Verein hat einen sehr langen Atem gehabt. Die Gespräche mit dem Vorstand waren immer sehr konsensorientiert“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Volker Müller. Der FC Voran Ohe habe eine neue Sportanlage verdient. Laut Gutachten bietet der präferierte Standort die besten Voraussetzungen. Als ein Grund wird die sehr gute Verkehrsanbindung genannt.

Bis zum Baubeginn wird aber noch einige Zeit vergehen. Die Politiker wollen den Sportstätten-Entwicklungsplan noch einmal überarbeitet haben. „Die endgültige Fassung wird im September vorliegen“, sagt Dagmar Schmalfeldt, Amtsleiterin für Bildung, Jugend, Kultur und Sport. Hinzu kommt: Die Verwaltung erarbeitet gerade eine Prioritätenliste für große Investitionen bis ins Jahr 2020. Welche Projekte zuerst angegangen werden, entscheiden die Kommunalpolitiker.