Stormarn
Schleswig-Holstein

Wenn der Feuerwehreinsatz in der Wache beginnt...

Schon vor gut einer Woche mussten die Retter nicht nur die Keller der Großhansdorfer, sondern auch ihre eigene Wache leer pumpen

Schon vor gut einer Woche mussten die Retter nicht nur die Keller der Großhansdorfer, sondern auch ihre eigene Wache leer pumpen

Foto: Bodo Marks / dpa

Zweimal innerhalb von zehn Tagen musste die Freiwillige Feuerwehr Großhansdorf zum Einsatz in den eigenen vier Wänden "ausrücken".

Großhansdorf.  Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr in Großhansdorf haben wegen der Wolkenbrüche der vergangenen Tage zu Dutzenden Einsätzen ausrücken müssen. Zweimal hatten sie es nicht weit: Das Wasser stand in der eigenen Feuerwache. Pressesprecher Arne Müller nahm es am Freitag mit Galgenhumor. „Wir mussten feststellen, dass der Einsatz bei uns selbst beginnt.“ Zuvor hatte der NDR darüber berichtet.

Schon am 23. Mai wurden die Feuerwehrleute böse überrascht. Als sie im strömenden Regen zur Feuerwache kamen, war der Weg hinein durch Wassermassen versperrt: „30 oder 40 Zentimeter hoch stand es an der Tür“, so Müller. „Wir konnten da also nicht in die Wache, sonst wäre das ganze Wasser reingelaufen.“ Über Umwege kamen die Retter dann doch noch ins Gebäude. Die einen rückten zu 31 Einsätzen aus, die anderen pumpten das Wasser aus der Feuerwache.

Am Donnerstag stand die Feuerwehr-Wache erneut unter Wasser

Am Donnerstag nun der zweite Tiefschlag. Einige Feuerwehrleute waren schon in der Wache, als das Wasser wieder über den Parkplatz schwappte und das Gebäude erreichte. Der Alarm über die Integrierte Regionalleitstelle Süd versank in den Fluten, „Anlaufprobleme mit der neuen Software“, sagte Müller, „wir mussten uns selbst alarmieren“.

Warum die Wache zweimal in zehn Tagen überschwemmt wurde, kann sich die Feuerwehr nicht erklären. „Wir haben beim Wasserversorger angefragt, was da los sein könnte“, sagte Müller.

Ironie am Rande: Nach dem ersten Wassereinbruch hatte ein Wasserschadensanierer Geräte aufgestellt, um Wände und Böden zu trocknen. Beim zweiten Wassereinbruch haben die Geräte Wasser angesaugt. „Jetzt hat der Wasserschadensanierer selbst einen Wasserschaden“, sagte Müller.