Stormarn
Ahrensburg

Junge Talente rocken beim MusicStorm-Clubkonzert

Fünf Bands und Solokünstler zeigen in der Remise des Ahrensburger Marstalls ihr Können. Rund 130 Besucher sind begeistert.

Ahrensburg.  Ein bisschen Orangen-, Ananas und Maracujasaft, ein Spritzer Zitrone und ein Schuss Grenadinesirup. Dann wird geschüttelt: Fertig ist der alkoholfreie Cocktail Fruit Punch. Das Getränk war der Renner beim MusicStorm-Clubkonzert in der Remise des Kulturzentrums Marstall in Ahrensburg. Und es passte perfekt, denn die Zusammensetzung der jungen Nachwuchskünstler war genauso gut durchmischt und geschmackvoll an diesem Abend.

Die ersten Gäste tummeln sich in der kleinen Remise. Die Bühne ist in rotes Licht getaucht. In einer Ecke stehen, ein wenig nervös ausschauend, die beiden Jungs von der Band RagTag: Florian Steiner und Maximilian Möller. Sie tragen Strohhüte.

Vor wenigen Tagen bestand RagTag noch aus fünf Musikern. „Jetzt sind wir zwei noch übrig“, sagt Florian schüchtern, aber trotzdem gut gelaunt ins Mikrofon. Sie legen einen schwungvollen Auftakt hin. Die Überraschung für viele: Es gibt keinen Gesang. Dafür aber anspruchsvolle Pop/Rock-Stücke mit Schlagzeug und Klavier zu hören.

Moritz Ley aus Ahrensburg spielt ruhigeund gefühlvolle Lieder

Weiter geht es mit Moritz Ley. Er trägt eine Jeans mit weißem T-Shirt, dunkelblaue Lederschuhe mit orange-farbenden Schnürsenkeln. Während die Musik von RagTag noch eher lustig und schnell klang, sind nun ruhigere Töne angesagt. Mittlerweile sind rund 130 Besucher zum Clubkonzert gekommen. Nach dem etwa 25-minütigen Auftritt sagt der junge Ahrensburger: „Puh, das war toll, hat Spass gemacht, aber ich war die ersten fünf Minuten sehr nervös.“ Wenn die Initiatoren von MusicStorm – der Kreisjugendring, die Sparkassenstiftung Stormarn, die Sparkasse Holstein und die Abendblatt-Regionalausgabe Stormarn – sich entscheiden sollten, im kommenden Jahr eine Neuauflage des Nachwuchswettbewerbs zu starten, will er sich auf jeden Fall bewerben.

Als dritte Band treten die vier Jungs von Waldschratz auf. Sie spielen Punkrock-Musik mit deutschen Liedtexten. Ein Kontrastprogramm: Die Lütjenseer spielen und singen so laut, dass einige Besucher zu ihren mitgebrachten Ohrstöpseln greifen. Nichtsdestotrotz scheint dem Publikum auch diese Art von Musik zu gefallen. Manche rufen sogar: „Lauter!“

In den Liedern von Mia Peters geht es oft um Traurigkeit

Ruhiger wird es wieder, als die 17 Jahre alte Mia Peters auf die Bühne tritt. Vor jedem Lied, egal ob sie es auf englisch oder deutsch singt, erzählt sie die Geschichte dahinter. Während sie leise Töne von sich gibt, schauen ihr die Gäste fasziniert dabei zu und fühlen mit ihr. In den meisten Texten geht es um Liebe und Traurigkeit.

Gerade noch in Gedanken versunken, ertönt plötzlich ein lauter Paukenschlag. Erste jazzige Töne von Sängerin Hanna Dreu sind zu hören. Sie und ihre Band Days of Northern Lights aus Bad Oldesloe stellen sich eben anders vor – nämlich nach dem ersten Song. Mit im Gepäck haben sie heute selbst geschriebene sowie gecoverte Lieder. Spätestens als das Lied „Uptown Funk“ von Bruno Mars gespielt wird, tanzt das Publikum und schlürft dabei an den gemixten Cocktails.