Stormarn
Jahresversammlung

Ahrensburg: Generationswechsel im CDU-Vorstand

Der neue Vorstand des CDU-Ortsvereins Ahrensburg

Der neue Vorstand des CDU-Ortsvereins Ahrensburg

Foto: Lutz Wendler / HA

Der Ahrensburger Ortsverband wählt junge und neue Kandidaten in seinen Vorstand. Grundwerte sollen dabei aber nicht vergessen werden.

Ahrensburg.  Das perfekte Alter für einen Posten im Vorstand? Maik Neubacher stellte die rhetorische Frage bei der Jahreshauptversammlung der Ahrensburger CDU im Restaurant Strehl, um sie gleich selbst zu beantworten: „zwischen junger Ignorant und alter Besserwisser“. Der Vorsitzende des Ortsvereins leitete mit diesem schnittigen, aber eher vagen Anforderungsprofil seinen Jahresbericht ein, der zugleich eine Bewerbung für seine eigene Kandidatur zur Wiederwahl und Werbung für die Liste der Kandidaten sein sollte, die er dafür gewonnen hatte, sich diesmal zur Wahl zu stellen.

Der Clou seiner Liste war ein Generationswechsel mit neuen Gesichtern in der örtlichen Parteispitze. Neubacher bleibt Vorsitzender, als Stellvertreter wurden Sophie von Hülsen und (in Abwesenheit) Volkmar Kleinschmidt wiedergewählt, als dritter Stellvertreter kommt Toufic Khayat hinzu . Neuer Schatzmeister ist der Notar Frank-Hartmut Vogelsang, Beisitzer sind Birgit Gottschol, Kirstin Schilling, Wolfdietrich Siller und der erst 21 Jahre alte, eloquente Stormarner Junge-Unions-Vorsitzende Nils Warnick.

Politikverdrossenheit, Mitgliederschwund und AfD-Populismus

Neubacher und Tobias Koch hatten in ihren Reden vorsorglich betont, dass die Partei sich besonderen Herausforderungen stellen müsse, dass sich das Umfeld angesichts einer komplexeren Großwetterlage verändere. Die CDU müsse neue Probleme wie die Aufnahme von Flüchtlingen bewältigen, sich zugleich gegen die Populisten der AfD behaupten und gegen die Politikverdrossenheit des Nachwuchses und Mitgliederschwund ankämpfen.

In diesem Sinne ist der verjüngte Vorstand ein Signal. Wohlgemerkt: Ohne die Unterstützung der überwiegend älteren Mitglieder bei der Versammlung wäre der Generationswechsel nicht möglich. Allen ist klar, dass ihre Partei sich immer wieder neu erfinden muss. Dennoch machten einige Mitglieder deutlich, dass dabei nicht Grundwerte und Überzeugungen vergessen werden sollten – und die Alten nicht als lästige Randgruppe gesehen, sondern ihre Erfahrungen und Themen einbezogen werden müssten.