Stormarn
TV-Premiere

Regisseur kommt zur Tatort-Premiere ins Kulturzentrum

Der bekannte Schauspieler Wotan Wilke Möhring spielt den Kommissar Thorsten Falke im neuen Tatort, der auch im Marstall gezeigt wird

Der bekannte Schauspieler Wotan Wilke Möhring spielt den Kommissar Thorsten Falke im neuen Tatort, der auch im Marstall gezeigt wird

Foto: NDR Presse und Information / HA

Zur TV-Premiere der Tatort-Folge „Zorn Gottes“ kommt Regisseur Özgür Yildirim nach Ahrensburg ins Kulturzentrum Marstall

Ahrensburg.  Endlich ist es soweit – der in Stormarn lebende Regisseur Özgür Yildirim bringt eine neue Tatort-Folge heraus. Und der 36-Jährige warnt schon mal vor, „Zorn Gottes“ sei kein „klassischer Tatort“. Denn es gehe nicht vordergründig darum, wer der Böse ist. „Das Who-done-it?, Wer war’s?-Prinzip, wird nicht schwerpunktmäßig verfolgt. Das Geschehen ist viel komplexer und möglichst unvorhersehbar, wenn der Zuschauer einsteigt in die jeweiligen Perspektiven der Figuren“, sagt der Familienvater.

Interessierte können den deutsch-türkischen Regisseur und einige Schauspieler selbst kennenlernen, wenn das Ahrensburger Kulturzentrum Marstall zeitgleich zur Fernsehpremiere am 20.März im Ersten die neue Tatort-Folge zeigt. „Wir freuen uns auf den ersten Tatort im Marstall“, sagt Armin Diedrichsen, Leiter des Marstallvereins. ,„Zorn Gottes“ ist die sechste Folge aus der Reihe um den Kommissar Thorsten Falke alias Wotan Wilke Möhring. Bereits in „Feuerteufel“ (2012), dem ersten Fall des norddeutschen Ermittlers, setzte der Regisseur mehr auf psychologische Spannung als auf Action. Neu ist Franziska Weisz an Falkes Seite. Sie spielt Julia Grosz, Polizeioberkommissarin bei der Bundespolizei.

Auch Yildirims künstlerischer Ehrgeiz sorgt dafür, dass die Zuschauer sich auf einen Tatort der eher ungewöhnlichen Art einstellen können. „Ich habe nun ‘mal klare Prinzipien und mache oft ‘mal was ein bisschen anders“, sagt der geborene Hamburger. Tatort-Fans können sich freuen, denn Yildirim knüpft an Elemente aus „Feuerteufel“ an.

Beispielsweise kommt Falkes Sohn wieder ins Spiel, der seinen Vater nicht kennt. Trotz des ernsten Themas, dem islamistischen Terror, sei die neue Tatort-Folge nicht mehr so ernst und düster wie sein Vorgänger „Verbrannt“ (2015) und bietet auch humorvolle Momente. Falke und Grosz ermitteln in einem Mordfall, dem offensichtlich eine Verwechslung zugrunde liegt und die Spuren eines Mordes auf dem Flughafen vertuschen soll. Da stoßen die Ermittler auf einen mysteriösen Passagier, offenbar ein Syrien-Heimkehrer. Warum kehrte der Unbekannte illegal nach Deutschland zurück? Und plant der Mann einen grausigen Terrorakt? Auch traditionelle Tatort-Fans dürften vom „Zorn Gottes“ nicht enttäuscht sein. Wie gewohnt, wird der Zuschauer gefordert mitzudenken – immer auf der Suche nach dem Täter.

Filmabend Tatort-Folge „Zorn Gottes“ am Sonntag, 20. März, 20.15 Uhr, Reithalle, Kulturzen­trum Marstall (Lübecker Straße 8). Der Eintritt ist frei.