Stormarn
Tremsbüttel

Serientäter sprengen erneut Fahrkartenautomaten

Kriminelle haben die Fahrkartenautomaten an den Stationen Kupfermühle in Tremsbüttel (l.) und Lübeck (Hochschulstadtteil) gesprengt

Kriminelle haben die Fahrkartenautomaten an den Stationen Kupfermühle in Tremsbüttel (l.) und Lübeck (Hochschulstadtteil) gesprengt

Foto: Polizei

In Tremsbüttel und in Lübeck zerstörten Täter zwei Geräte, um an die Geldkassetten zu kommen. Die Polizei geht von einer Bande aus.

Tremsbüttel.  Kriminelle haben erneut zwei Fahrkartenautomaten gesprengt und aus einem Gerät die Geldkassette gestohlen. Am Montag, 8. Februar, hörte ein Tremsbüttler, der in der Nähe der Bahnstation Kupfermühle wohnt, gegen 4.15 Uhr einen lauten Knall und alarmierte die Polizei. Der Zeuge konnte noch beobachten, wie sich ein silberfarbener VW Passat vom Tatort entfernte. Die Täter hatten zuvor die Kennzeichen abgeschraubt und fuhren ohne Licht davon. Eine Fahndung der Polizei blieb ohne Erfolg. Im Bahnhof stellten die Beamten fest, dass die Täter ohne Beute geflüchtet waren.

Erfolgreicher waren die Kriminellen in Lübeck. Dort wurde einen Tag zuvor gegen 6.15 Uhr der Fahrkartenautomat in der Bahnstation im Hochschulstadtteil zerstört. Es gelang den Verbrechern, die Geldkassetten zu stehlen und unerkannt zu flüchten.

Bereits in den vergangenen Wochen wurden im Hamburger Randgebiet immer wieder Automaten in Bahnstationen mit Pyrotechnik gesprengt. „Wir gehen davon aus, dass es sich um eine kriminelle Bande handelt“, sagt Gerhard Stelke, Sprecher der Bundespolizei in Kiel. Denn erst vor rund einer Woche wurden mitten in der Nacht Automaten in den Bahnstationen Aumühle (29. Januar) und Halstenbek (Kreis Pinneberg, 1. Februar) gesprengt. Der Schaden an den Automaten belief sich auf rund 30.000 Euro. In beiden Fällen gelang es den Tätern, an das Geld im Gerät zu gelangen.

Ende Januar explodierten auch zwei Automaten am Bahnhof Iserbrook in Hamburg. Am 18. Januar sprengten Diebe ein Gerät am Ahrensburger Bahnhof Gartenholz. „Es gibt auch Fälle in Niedersachsen an der Grenze zu Hamburg. Ob wir es mit einer Gruppe oder mehreren zu tun haben, können wir noch nicht sagen“, sagt Stelke.

Die Bundespolizei hofft nun auf Zeugen, die die Täter beobachtet haben und Hinweise zur ihrer Identität geben können. Wer etwas Verdächtiges beobachtet hat, kann sich bei jeder Dienstelle melden.