Stormarn
Ahrensburg

Stormarns Kultur-Fahrplan:Das können Sie erleben

Foto: Birgit Schücking / HA

Die Sparkassen-Kulturstiftung stellt ihr Motto für 2016 vor und will damit nordische Kunst & Kultur „überregional sichtbar“ machen.

Ahrensburg.  Die Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn will ihr Profil im Bereich Kunst und Kultur schärfen. Während die Galerie im Marstall künftig auch Künstler des vergangenen Jahrhunderts ausstellen wird, zeigt die Wassermühle in Trittau fortan vor allem junge Kunst. „Die Ausstellung von Hannah Rath im Marstall war bei den Stormarner im vergangenen Jahr die beliebteste“ sagt Katharina Schlüter, Leiterin des Stiftungsbereichs Kunst & Kultur. Ende April räumt Rath als Stipendiatin der Stiftung ihr Refugium in der Trittauer Wassermühle. Am 1. Mai beginnt dort die Hamburger Künstlerin Verena Schöttmer ihr einjähriges Stipendiat. Von ihr dürfen die Stormarner räumliche und installative Arbeiten erwarten, mit Textilien und Drucken, so Schlüter.

Zehn Ausstellungen an den beiden Galeriestandorten in Ahrensburg und Trittau sollen auch in diesem Jahr eine große Bandbreite gegenwärtiger Kunst im Norden abbilden. Der Eintritt ist, wie immer, frei. Nur noch bis zum Ende der Woche ist „Die Welt“ von Daecheon Lee im Marstall zu sehen. Sie läutete zusammen mit Maxim Brandts „Fantastic Imperfections“ in der Wassermühle das kulturelle Jahresthema 2016 der Stiftung ein: Natur/Garten. Passend dazu bietet das Schloss Ahrensburg Parkführungen an.

Vom 13. März bis 8. Mai widmet sich der Marstall mit „Zwielicht“ dem in Flensburg lebenden Maler Michael Struck. Er beschäftigt sich in seinen Malereien und Monotypien häufig mit historischen Themen und wird dies auch in Bezug auf Ahrensburg tun. Dabei verwendet er gefundenes Bildmaterial, darunter Fotografien aus familiären Bildnachlässen sowie Bilder aus der Kunst- und Mediengeschichte.

In der Wassermühle darf vom 19. März bis 8. Mai Hannah Rath mit „hen to pan“ noch einmal zeigen, wozu Stormarn sie inspiriert hat. Von Ende Mai bis Anfang November steht die Fotografie in Trittau gleich bei zwei Künstlern im Mittelpunkt, Harald Popp und Carsten Rabe. Das Künstlerpaar Thomas und Renée Rapedius wird Ende Mai in Ahrensburg neben Fotografien auch Skulpturen und Zeichnungen zeigen: Wenn das Streben der Dinge sich zeigt. Mit Philip Gaisser stehen dann ab Ende September bis Anfang November Fotografie und Film im Mittelpunkt. Zum Jahresende würdigen beide Galeriestandorte die darstellende Kunst in Form von Skulpturen, mit Kunstbetriebe 2 und Daniela Wesenberg.

„Wir wollen in diesem Jahr die Zusammenarbeit mit den Schulen im Kreis ausbauen“, sagt Schlüter, „sowohl mit Grundschulen als auch weiterführenden Schulen.“ Die Stiftung bietet dafür Workshops an, die sich thematisch mit den jeweiligen Ausstellungen beschäftigen. „Für die Durchführung wollen wir mit Künstlern vor Ort zusammen arbeiten.“ Das geschieht bereits erfolgreich mit dem Ahrensburger Atelier MaMüLei. Künstlerin Maria Müller-Leinweber unterstützt die Arbeit der Stiftung beim Stormarner Kinderatelier. Auch in diesem Jahr können Kinder ab sechs Jahren an zwei Terminen während der verschiedenen Ausstellungen unter Anleitung die Techniken der Künstler ausprobieren.

Mit den Künstlergesprächen setzt die Stiftung ein beliebtes Angebot fort. Der nächste Termin ist der 6. März. Dann stellt sich Maxim Brandt ab 15 Uhr den Fragen des Publikums in der Galerie der Trittauer Wassermühle.

Das Schloss Reinbek wird im Herbst eine Ausstellung zur zeitgenössischen Keramik zeigen. Und passend zum Jahresthema entwickelt die Künstlerin Erdmute Prautzsch eine Arbeit für den Mühlengarten in Trittau. 526.000 Euro investierte die Stiftung 2015 für sämtliche Stiftungsbereiche, zu denen auch Denkmal- und Naturschutz sowie Heimatkunde zählen. 357.000 Euro davon flossen in die Förderung von Kunst und Kultur.