Stormarn
Demonstration

Oldesloer Grundschullehrer fordern gerechte Bezahlung

Oldesloer Lehrer demonstrieren am Marktplatz gegen das Gesetz

Oldesloer Lehrer demonstrieren am Marktplatz gegen das Gesetz

Foto: Finn Fischer / HA

Lehrer demonstrieren gegen das neue Besoldungsgesetz der Landesregierung. Sie fordern gleichen Lohn für gleiche Arbeit.

Bad Oldesloe.  Nach einem neuen Besoldungsgesetz der Landesregierung sollen Grundschullehrer auch weiterhin wesentlich weniger Geld verdienen als ihre Kollegen an weiterführenden Schulen. Gegen diese Pläne demonstrierten auf Initiative der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) jetzt rund 20 Oldesloer Lehrer auf dem Marktplatz.

„Es gibt keinen Unterschied zwischen uns und den Kollegen an den Grundschulen“, sagt Martin Moßner, Ortsvorsitzender der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW). „Wir alle haben das gleiche Studium absolviert.“

Grundschullehrer bleiben bei der zukünftig höheren Besoldung außen vor

Er sieht noch eine weitere Ungleichbehandlung: Grundschullehrer müssen pro Woche im Schnitt sogar eine Stunde länger arbeiten. Dennoch sollen sie weiterhin 350 bis 450 Euro weniger im Monat erhalten. „Die Landespolitik argumentiert, dass an Grundschulen nur pädagogische Arbeit geleistet und kein Wissen vermittelt wird“, so Moßner, der an der Ida-Ehre-Schule – eine Gemeinschaftsschule – unterrichtet. Für ihn sei diese Argumentation eine Abwertung der Arbeit an Grundschulen.

Das neue Besoldungsgesetz sieht für neue Gemeinschaftsschullehrer zukünftig eine höhere Besoldung vor, Grundschullehrer bleiben außen vor. Wolfram Springer, Lehrer an der Grundschule West, sagt: „Die Landesregierung hat sich ,Gleicher Lohn für gleiche Arbeit’ auf die Fahnen geschrieben. Das neue Besoldungsgesetz ist in Bezug darauf dann schon etwas widersprüchlich.“

Abgesehen von der generell ungerechten Bezahlung komme dazu, dass vor allem Frauen benachteiligt werden. An Grundschulen sind rund 90 Prozent der Lehrer weiblich.