Stormarn
Ahrensburg

Stadt schafft neue Stellen für Betreuung von Flüchtlingen

Stadtverordnetenversammlung in Ahrensburg

Stadtverordnetenversammlung in Ahrensburg

Foto: Lutz Wendler / HA

Bei der Stadtverordnetenversammlung in Ahrensburg ging es ungewohnt harmonisch zu. Konsens: Zwei neue Stellen für Flüchtlingsbetreuung.

Ahrensburg.  Eine fast märchenhafte Stimmung herrschte in der Stadtverordnetenversammlung am Tag nach der Stichwahl. Michael Sarach, der alte und neue Bürgermeister, bekam nette Worte, Applaus, Blumen und ein Geschenk von einer Bürgerin, die Stammgast im Stadtparlament ist. Sigrid Steinweg sagte dem Verwaltungschef, sie freue sich über seine Wiederwahl, und überreichte ihm eine kleine Skulptur, die sich mit etwas Fantasie als Froschkönig interpretieren ließ. Ob sie damit sagen wollte, dass Prinz Michael „Hamburgs schöne Nachbarin“ endlich wachküssen soll, ist jedoch eine ungesicherte Deutung.

Bemerkenswert, wie am Tag danach betont harmonisch miteinander umgegangen wurde. Der ungewohnte Konsens führte zu einer Sitzung im rekordverdächtigen Tempo von knapp einer Stunde. Allerdings standen auch nicht wirklich kontroverse Themen auf der Tagesordnung. Und bei der Frage, wie Ahrensburg Ankunft und Aufenthalt der Flüchtlinge organisiert, sind sich alle Stadtverordneten ohnehin einig. Insofern war das Plädoyer der Vorsitzenden des Sozialausschusses, Doris Brandt (CDU), für die Einrichtung von zwei Stellen unstrittig. Die beiden Stellen sollen die personelle Not der Verwaltung in Sachen Flüchtlingsbetreuung lindern. Die Dringlichkeit wurde auch offenbar, als der Bürgermeister einige Fragen von Ernst-Jürgen Hoffmann (CDU), mit aktuellen Zahlen und Prognosen zum kontinuierlichen Flüchtlingsstrom und dem Bedarf an Unterkünften beantwortete. Michael Stukenberg (FDP) plädierte ebenso wie Hinrich Schmick (WAB) dafür, dass die Flüchtlingshilfe an einem Runden Tisch rasch koordiniert werden sollte.

Der Nachtragsstellenplan wurde ebenso wie die zweite Nachtragshaushaltssatzung und der Jahresabschluss 2012 mit dem Schlussbericht des Rechnungsprüfungsamtes einstimmig angenommen. Die Bilanzsumme von rund 200 Milliarden Euro war allerdings nur ein Versprecher des Bürgervorstehers Roland Wilde und wurde von ihm umgehend auf 200 Millionen Euro reduziert. Auch in Ahrensburg werden nicht alle Märchen wahr.