Stormarn
Ahrensburg/Reinfeld

Neuer Investor für Asklepios-Pflegeheime gefunden

Könnte bald verkauft sein: Das Asklepios-Pflegeheim in Ahrensburg

Könnte bald verkauft sein: Das Asklepios-Pflegeheim in Ahrensburg

Foto: Birgit Schücking

Schon lange will Asklepios die Altenheime in Ahrensburg und Reinfeld loswerden. Ein Investor aus Süddeutschland will sie jetzt kaufen.

Ahrensburg/Reinfeld.  Schon lange will Asklepios seine beiden Stormarner Altenheime in Ahrensburg und Reinfeld verkaufen. Nun gibt es einen Investor, der die Pflegeheime zum 1. Januar 2016 übernehmen will. Ein entsprechender Vertrag mit der WOB Immobilien GmbH aus Grünwald bei München sei in der vergangenen Woche unterschrieben worden, sagt Asklepios-Sprecher Mathias Eberenz.

Allerdings muss jetzt noch der Kreis dem Verkauf zustimmen. Bisherige Verhandlungen mit Investoren – wie im vergangenen Jahr mit der Azurit-Gruppe aus Thüringen – waren nicht zuletzt aufgrund der an den Verkauf geknüpften Bedingungen gescheitert. Dazu zählen unter anderem ein Personalüberleitungsvertrag, der Pflegeheimmitarbeitern weiterhin eine Altersrente und Bezahlung nach Tarif bis zum Jahr 2021 garantiert, sowie die Verpflichtung, die Objekte weiter als Altenheime zu führen und ein Mitspracherecht des Kreises im Falle eines erneuten Verkaufs.

Der Hintergrund: 2002 hatte der Kreis die Altenheime zusammen mit dem Oldesloer Kreiskrankenhaus für 10,5 Millionen Euro an den Asklepios-Konzern verkauft. Die genannten sowie einige weitere Bedingungen waren Teil des Verkaufs. Dafür entsprach der Preis nur etwa 40 Prozent des Marktwerts.

Im Kreis soll es am 31. August eine interne Sitzung zu dem Thema geben. „Wir wollen mit dem neuen Investor reden und uns anhören, was er vorhat“, sagt Landrat Klaus Plöger. „Es wäre schön, wenn diese Sache endlich zu einem guten Ende kommt.“