Stormarn
Neues Konzept

Architekt schlägt Abriss des Stapelfelder Hofs vor

Die Zukunft des Stapelfelder Hofs ist weiterhin offen

Die Zukunft des Stapelfelder Hofs ist weiterhin offen

Foto: Barbara Moszczynski

Anbauten sind marode und sollen durch Neubau ersetzt werden. Ursprünglicher Teil bliebe erhalten. Plan sieht dafür Gastronomie vor.

Stapelfeld. Die Zukunft des Stapelfelder Hofs ist weiterhin offen. Nachdem der Pächter und Betreiber der Gaststätte im Frühjahr aufgeben musste, weil das Geschäft nicht mehr rentabel war, beauftragte die Gemeinde ein Architektenbüro damit, ein Raumkonzept für die Entwicklung des Dorfzentrums zu erstellen. Nun hat der Stapelfelder Architekt Thomas Miegel-Kayser einen Vorschlag erarbeitet, den er in der jüngsten Einwohnerversammlung vorstellte.

In den alten Gebäudeteil könnte eine kleinere Gaststätte einziehen

„Wir haben eine Analyse des Bestands gemacht. Die hat ergeben, dass es sinnvoll wäre, die Hälfte des Gebäudekomplexes abzureißen und für die dort angedachte Nutzung neu zu bauen“, sagt Miegel-Kayser. Der Stapelfelder Hof besteht aus dem ursprünglichen Gebäude, das einst eine Dorfschule war, sowie aus neueren Anbauten, die später als Gastro- und Pensionsräume hinzukamen. Auch eine Kegelbahn gehört dazu. „Die Anbauten sind marode und nicht mehr standsicher. Sie machen rund die Hälfte des 1000 Quadratmeter großen Gebäudes aus.“

Denkbar sei, dass der Lebensmittelladen Frischkauf und eine Arztpraxis dort einziehen. Interesse hätten sie jedenfalls bekundet. Dem Architekten schwebt ein zweigeschossiger Neubau vor, der sich in die ursprüngliche Bebauung einfügt. Die Räumlichkeiten wie zunächst angedacht zu sanieren, hält Miegel-Kayser hingegen nicht für sinnvoll. „Die Gemeinde sollte schauen, dass sie kein Geld verliert.“

„Die Entscheidung ist offen. Aber ich empfehle auf jeden Fall, das Gebäude nicht zu verkaufen“

Für den alten Gebäudeteil, der 1914 erbaut wurde, sieht der neue Plan einen Gastronomiebetrieb im kleineren Umfang vor. „In dieser Größenordnung könnte sich das eher lohnen.“

Die Gemeinde sprach sich für eine Umnutzung aus, manche Bürger bekundeten in der Einwohnerversammlung, dass sie für den Betrieb einer Gaststätte sind. Miegel-Kayser: „Die Entscheidung ist offen. Aber ich empfehle auf jeden Fall, das Gebäude nicht zu verkaufen. Dann hat die Gemeinde kaum noch Einfluss auf das, was dort passiert.“ Der Stapelfelder Hof sei zudem nicht denkmalgeschützt.