Stormarn

Bargteheider Weltrekordler sind wieder fit

Dennis Groißl (l.) und Niklas Jahn feiern den Rekord mit Fans

Dennis Groißl (l.) und Niklas Jahn feiern den Rekord mit Fans

Foto: Julia Sextl

Nach 63 Stunden Dauer-Tennis sind die Weltkrekordler wieder fit: Niklas Jahn studiert, Dennis Groißl spielt schon wieder

Mehr als 63 Stunden haben Dennis Groißl, 30, und Niklas Jahn, 21, aus Bargteheide ohne Pause Tennis gespielt – und damit den Guinness-Weltrekord geknackt. Jetzt sind die beiden Sportler wieder im Alltag angekommen. „Die ersten Tage habe ich mich sehr schlapp gefühlt. Etwa so, als habe man einen grippalen Infekt“, sagt Dennis Groißl. Seit dem gestrigen Donnerstag steht er schon wieder auf dem Tennisplatz – bei einem Lehrgang.

Niklas Jahn, der zunächst wegen Knieschmerzen nur an Krücken gehen konnte, hatte nur zwei Tage Zeit, um sich zu erholen. Schon am Dienstag dieser Woche stand eine Prüfung in Physik und Physiologie an der Universität an. Der 21-Jährige studiert in Hannover Medizin. „In der Nacht davor habe ich wieder nicht viel geschlafen, weil ich noch lernen musste“, sagt er und lächelt entspannt. „Alles in Ordnung, die Prüfung ist super gelaufen.“

Die beiden Sportler schließen eine Wiederholung nicht aus

Drei Tage und zweieinhalb Nächte haben die beiden vom 9. Juli um 10 Uhr bis zum 12. Juli um 1.27 Uhr ununterbrochen Tennis gespielt. Unterstützt wurden sie von Familie, Freunden und weiteren Zuschauern. Die Sorge, dass ein Spieler aufgrund des Schlafmangels und der Anstrengung einen Kreislaufkollaps erleiden könnte, war stetig spürbar. „Meine Familie sagte hinterher: ,Wenn du so was noch mal machst, sind wir alle im Urlaub´“, sagt Groißl und lacht.

Eine Wiederholung steht durchaus im Raum. Denn ursprünglich wollten die beiden 80 Stunden lang spielen. Aber dann machte in der Nacht zu Sonntag Niklas Jahns Knie nicht mehr mit. „Als wir nach 61 Stunden den Rekord erreicht hatten, wurde es plötzlich ganz dick. Ich konnte das Bein nicht mehr abknicken“, so der 21-Jährige.

Trotz der Schmerzen spielte er zunächst weiter. Aber um 1.27 Uhr war Schluss. Die Füße voller Blasen, das Knie geschwollen: So humpelte Jahn vom Platz. „Klar hätte ich das gern noch bis zum Ende ausgereizt“, sagt Jahn. „Aber wir haben uns immer gesagt, die Gesundheit geht vor.“

Groißl ergänzt: „In den Beinen hatte ich ein wenig Muskelkater, und der Rücken hat ein paar Tage weh getan.“ Er sei aber schnell wieder fit gewesen. Ebenso Jahn: „Ich kann wieder wie gewohnt laufen.“

Über die finale Anerkennung des Bargteheider Rekords entscheidet der Guinness-Aufsichtsrat in London in den nächsten Wochen.