Stormarn
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Was ist denn eigentlich das Zuckerfest?

Foto: Farooq Khan / dpa

Muslime verzichten im Fastenmonat von Sonnenaufgang bis -untergang aufs Essen. Nun steht das Zuckerfest an, das Fest des Fastenbrechens.

Eine Menge Muslime freut sich gerade auf das Ende dieser Woche. Und zwar nicht (nur), weil dann die Sommerferien losgehen. Denn dann beginnt das Fest des Fastenbrechens. Muslime sind Menschen, die der Religion Islam angehören. Viele von ihnen fasten gerade – im Fastenmonat Ramadan. Sie essen und trinken nichts, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Das ist ganz schön anstrengend. In der Fastenzeit denken viele Muslime über Gott und ihren Glauben nach. Vielen hilft das Fasten auch dabei, an ärmere Menschen zu denken und sie spenden zum Beispiel in dieser Zeit Geld.

Ist der Fastenmonat geschafft, feiern sie. Manche Muslime veranstalten zum Fastenbrechen etwa ein großes Festessen für die ganze Familie. Auch stehen Besuche bei Verwandten und Bekannten auf dem Programm. Viele Kinder bekommen Süßigkeiten geschenkt. Deshalb nennt man das große Fest auch Zuckerfest.

Das Fest des Fastenbrechens dauert drei Tage. Für Muslime ist es so wichtig wie für Christen Weihnachten. In Deutschland beginnt das Zuckerfest am Freitag. Da sich der Termin nicht nach dem uns bekannten Kalender, sondern nach dem islamischen Festjahr richtet, verschiebt sich das Datum jedes Jahr. Denn das Festjahr hat nur 354 Tage – und damit 11 beziehungsweise 12 (Schaltjahr) weniger.