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Fischdrama: Tiere in Reinbeker Teich ersticken

Reinbeker Feuerwehrleute spritzen Wasser ins Regenrückhaltebecken am Schaumanns Kamp, um den Sauerstoffgehalt zu erhöhen

Reinbeker Feuerwehrleute spritzen Wasser ins Regenrückhaltebecken am Schaumanns Kamp, um den Sauerstoffgehalt zu erhöhen

Foto: Christoph Leimig

An heißen Tagen sinkt der Sauerstoffgehalt in Teichen. Reinbeker Feuerwehr sorgt für Entlastung. Probleme auch in Wentorf.

Reinbek.  Fischdrama in Reinbek: In einem Regenrückhaltebecken am Schaumanns Kamp nahe der Hamburger Landesgrenze sind am Dienstag zahlreiche Fische qualvoll erstickt. Augenzeugen berichten von großen Karpfen, Barschen und Rotaugen, die an der Wasseroberfläche trieben. Sie wurden mittlerweile von einem Boot aus eingesammelt.

Hunderte weiterer Fische schnappten an der Wasseroberfläche nach Luft. Hintergrund: An heißen Tagen sinkt der Sauerstoffgehalt in Teichen. Für Fische kann das lebensbedrohlich sein. Schwimmen sie an der Oberfläche und schnappen nach Luft, sei es höchste Zeit einzugreifen, erklärt Ulli Gerlach von der Fördergemeinschaft Leben mit Heimtieren (FLH). Daher sei es an heißen Tagen gut, das Wasser in Bewegung zu halten – beispielsweise durch einen Springbrunnen. So komme immer wieder neuer Sauerstoff ins Wasser.

Was für Gartenteiche gilt, gilt für öffentliche Gewässer ebenso. Am Schaumanns Kamp haben Helfer der Feuerwehren Reinbek und Ohe diese Aufgabe übernommen. Sie sind seit Dienstagmittag mit vier Fahrzeugen, einem Schlauchboot und mehreren Pumpen vor Ort, pumpen Wasser ab und spritzen es mit Strahl- und Schaumrohren zurück ins den Teich. Auf diese Art und Weise gelangt wieder Sauerstoff ins Gewässer. Mitarbeiter der Stadt überprüften den Sauerstoffgehalt im Wasser.

Ein ähnliches Bild bot sich weniger Kilometer weiter im benachbarten Wentorf. Dort rückte die Feuerwehr zu einem Teich am Brookweg aus, weil auch dort Fische nach Luft schnappten. Ein Mitarbeiter des Ordnungsamts war ebenfalls vor Ort. (HA/dpa)