Stormarn
Kommentar

Sicherheit am See geht ganz einfach

Abendblatt-Mitarbeiterin Ewelina Berger

Abendblatt-Mitarbeiterin Ewelina Berger

Foto: Mira Frenzel

Im Schatten bleiben und Hitze meiden? Für viele Badegäste unvorstellbar. Ein bisschen Sonnenbaden ist okay, nur nicht den ganzen Tag.

So ein Tag am Badesee bei hohen Temperaturen ist – wenn wir mal ehrlich sein wollen – das Anti-Programm zu den Appellen und Ratschlägen der Mediziner. Im Schatten bleiben und Hitze meiden: Das ist häufig nicht die Motivation der Badegäste, an einen See zu gehen. Auf so ein Sonnenbad warten viele Nordlichter immerhin monatelang. Viel Wasser trinken sie auch nicht immer. Es gibt eher noch zwei oder drei Bierchen zur Entspannung in geselliger Runde. Und dann wird es bald so heiß, dass eine schnelle Abkühlung im Wasser nötig ist. Der eine oder andere ist dann noch so ambitioniert, dass er durch den ganzen See schwimmen möchte.

Das alles ist verständlich, aber trotzdem unvernünftig. Ein schöner Badetag am See lässt sich auch mit guten Kompromissen verbringen. Ein bisschen Sonnenbaden ist ja okay, aber nicht den ganzen Tag. Zwar bietet nicht jeder See ausreichend Schattenplätze. Doch jeder Badegast kann sich mit einem Sonnenschirm aushelfen. Der kostet und wiegt nicht viel und schützt ausreichend vor der Sonne.

Auf das Bierchen muss ja auch niemand verzichten. Allerdings verlegt er den Zeitpunkt am besten auf den kühleren Abend im eigenen Garten oder im Café. In der Sonne am See ist Wasser einfach ein Muss. So lässt sich das Baden im See körperlich besser verkraften. Wer sich fit fühlt, sollte trotzdem einen Gang herunterschalten und in der Nähe des Ufers bleiben. Langstrecken kann man auch im Freibad zurücklegen. Wenn man ehrlich ist, ist das doch gar nicht so schwer.