Stormarn
Roboterwettbewerb

Schüler machen Oldesloer Festhalle zur Roboter-Werkstatt

Bruno Borchart (v.l), Jannik Rank und Leon Stark präsentierten ein Roboter-Modell, das in der Antarktis Edelmetalle aus Meteoriten gewinnen soll

Bruno Borchart (v.l), Jannik Rank und Leon Stark präsentierten ein Roboter-Modell, das in der Antarktis Edelmetalle aus Meteoriten gewinnen soll

Foto: Pelle Kohrs

In Bad Oldesoe waren am Wochenende die Roboter los. 18 verschiedene Teams präsentierten vor Jury und Zuschauern ihre eigens entwickelten Geräte.

ad Oldesloe. B Jugendliche, die mit einem Laptop bewaffnet, kleine, große und immer surrende Geräte über den Asphalt steuern: Schon vor dem Eingang der Festhalle in Bad Oldesloe bot sich am Sonntag ein Eindruck von dem, was sich drinnen abspielte. Denn in der Kreisstadt waren die Roboter los. Der Verein Mindbreakers veranstaltete einen Regionalwettbewerb der World Robot Olympiad. Die 18 teilnehmenden Teams aus verschiedenen Schulen der Umgebung präsentierten einer Jury und Zuschauern ihre aus Legosteinen gebauten Roboter.

In zwei Kategorien traten die Teams an: in der Regular und in der Open Category. Bei der Regular Category ging es darum, einen Roboter zu entwickeln, der auf einem etwa vier Qua-
dratmeter großen Parcours verschiedene Aufgaben lösen musste. So galt es zum Beispiel, Gegenstände zu transportieren, Farben zu erkennen und Vorräte zu transportieren. Für die knapp 70 Zuschauer wurden die Wettkämpfe moderiert, gefilmt und auf eine große Leinwand übertragen.

In der Open Category mussten die Teilnehmer die Jury mit Kreativität überzeugen. Die Aufgabe: einen Roboter zu entwickeln, der dem Menschen dabei hilft, Ressourcen aus gefährlicher Umgebungen zu gewinnen. Die Schüler der Klaus-Groth-Schule in Tornesch, Bruno, Leon und Jannik, stellten sich dieser Herausforderung, bauten und programmierten monatelang ihren Roboter. Unterstützt wurden sie dabei von ihrem Techniklehrer Mario Selck. Sonntag war es dann so weit. Team „Legocraft“ stellte seinen „IMeG“ vor. „Der ,IMeG’ soll durch Elektromagneten Meteoriten in der Antarktis aufspüren, aus denen Edelmetalle gewonnen werden“, erklärt der 16-jährige Jannik. Auf diese Idee seien sie durch „intensives Nachdenken“ gekommen.

„Legocraft“ ist aus einer Arbeitsgruppe der Schule entstanden und hat im Roboter-Bereich eine Menge Erfahrung vorzuweisen. „In den letzten drei Jahren haben wir immer den dritten Platz der First Lego League belegt“, sagt Bruno. „Und im vergangenen Jahr im November waren wir das beste europäische Team beim Weltfinale im russischen Sotschi.“

Das ist ein Titel, den die Jungs verteidigen möchten. Die Gewinner am Sonntag sicherten sich ein Ticket für das Deutschlandfinale in Dortmund. Dort geht es dann um den Einzug ins Weltfinale in Katar. Ob es klappt? „Es liegt ganz im Ermessen der Jury“, sagt Leon und grinst. Das Ergebnis selbst stand bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht fest.