Stormarn
Umweltausschuss

Kreis hält Vergabe von Umweltpreis für zu aufwendig

Gerold Rahmann GRÜNE Vorsitzender Kreisausschuss. Beruf: Chef des Institutes für ökologischen Landbau in Trenthorst.

Gerold Rahmann GRÜNE Vorsitzender Kreisausschuss. Beruf: Chef des Institutes für ökologischen Landbau in Trenthorst.

Foto: Birgit Jaklitsch

Umweltausschuss des Kreistags entscheidet sich gegen die Vergabe eines Umweltpreises. Gerold Rahmann von den Grünen zeigt sich enttäuscht.

Bad Oldesloe. Der Umweltausschuss des Kreistags hat sich gegen eine jährliche Vergabe eines Umweltpreises durch den Kreis entschieden. Gerold Rahmann, Vorsitzender des Ausschusses und Fraktionsmitglied der Grünen, hatte dafür einen Antrag gestellt (wir berichteten). „Wir haben in den Fraktionen lang und breit zu dem Thema beraten“, sagt Ausschussmitglied Wolfgang Gerstand (CDU).

„Aber es gibt bereits so viele Preise, die der Kreis verleiht, dass wir befürchten, dass könnte ein wenig inflationär werden“, so Gerstand. Zudem habe es von Seiten der Grünen noch kein konkretes Konzept für den Umweltpreis gegeben. „Solange das nicht vorliegt, machen wir da auch nichts“, sagt Gerstand. Schließlich solle aus der Kreisverwaltung keine Preisverwaltung werden, die sich am Ende um alles kümmern müsse. Grünen-Politiker Rahmann zeigt sich irritiert über diese Begründung einiger Ausschussmitglieder. „Wir haben eine Verwaltung, aber sie soll nicht beschäftigt werden“ Rahmann sieht den Grund für die Ablehnung des Preises eher an mangelndem Interesse.

„So ein Preis tut doch keinem weh. Es geht um die Ehrung von Aktivitäten. Da reicht ja vielleicht auch mal eine Urkunde.“ Dies sei ein wichtiges Instrument, „um Menschen, die sich überdurchschnittlich für etwas engagieren, öffentlich Anerkennung zu zeigen“, so der Grünen-Politiker. Er sollte privates und unternehmerisches Handeln für den Umweltschutz honorieren. Nach Ansicht Rahmanns erlangt der Umweltschutz für den Kreis eine immer größere Bedeutung. Denn der Boom Stormarns und der damit einhergehende Flächenverbrauch bedeute erhebliche Belastungen, die es zu reduzieren gelte.