Stormarn
Glinde

Gemeinde will Bauhof modernisieren

Baubetriebshofleiter Andreas Gostomczyk (l.) und Manfred Klatt  vor den Garagen des Zweckverbands Südstormarn. Hier könnte neu gebaut werden

Baubetriebshofleiter Andreas Gostomczyk (l.) und Manfred Klatt vor den Garagen des Zweckverbands Südstormarn. Hier könnte neu gebaut werden

Foto: Janina Heinemann

Politiker beschließen eine Zentralisierung der Standorte des Baubetriebshofs auf dem Gelände des Zweckverbands Südstormarn

Glinde. Die Zusammenlegung des Baubetriebshofs auf dem Gelände des Zweckverbands Südstormarn in Glinde ist beschlossene Sache. Gestern stimmten die Mitglieder des Bauausschusses einstimmig dafür.

Unmittelbar vor ihrer Sitzung hatten sich die Politiker mit dem Bauhofsleiter Andreas Gostomczyk und dem Zweckverbandsvorsteher Manfred Klatt getroffen und sich von den beiden ihre Areale zeigen lassen. Als Gostomczyk die Politiker in einen engen, muffigen Raum führt und erklärt, dass dieser als Pausenraum für 14 Mitarbeiter und als Büro diene, schütteln die Anwesenden empört den Kopf.

Zur Zeit ist der Togohof nur einer von mehreren Standorten, die der Baubetriebshof nutzt. Da es im Togohof nur eine Dusche plus WC gebe, müssten die weiblichen Mitarbeiter laut Gostomczyk am Friedhof duschen. Da dieser etwa 15 Gehminuten vom Togohof entfernt liege, gehe wertvolle Arbeitszeit verloren. Gostomczyk: „Durch die Wege und Fahrzeiten ist der Betrieb nicht wirtschaftlich.“

Die morgendlichen Besprechungen aller Mitarbeiter seien meist auf dem Gelände des Zweckverbands, sagt Gostomczyk. Dort habe der Betriebshof seine Metallwerkstatt, in der aber auch ein Auto stehen müsse und viel Platz raube. Den dringend notwendigen Handlungsbedarf sahen auch die Politiker. Wolfgang Pohlmann sagt: „Es geht jetzt darum, wie die Zusammenlegung und Zentralisierung umgesetzt wird.“

Der Verwaltung wird nun zur Prüfung vorgelegt, ob das seit dem Bau 1993 leerstehende erste Obergeschoss des Gebäudes des Zweckverbands zu Büroräumen ausgebaut werden könne. Das Geschoss umfasst eine Fläche von 460 Quadratmetern. Zudem könnten, so steht es in der Vorlage, die bestehenden Garagen teilweise entfernt und stattdessen dort Sanitärräume für beide Geschlechter gebaut werden. Damit die Fahrzeuge dennoch nicht Wind und Wetter ausgesetzt sind, könnte hinter den Garagen auf einem bislang ungenutzten Geländeabschnitt eine große Fahrzeughalle Platz finden.

Bezüglich der Bebauung des alten Gleisdreiecks gab es auch einen Beschluss: Der Flächennutzungsplan soll so geändert werden, dass die Nutzung der Gleisanlagen zur Nutzung als Wohnfläche umgeschrieben wird. Bis dies in Kiel genehmigt werde, könnten drei Monate vergehen. Diese Zeit soll dazu genutzt werden, um den ebenfalls von den Bauausschussmitgliedern genehmigten vorläufigen B-Plan für das Areal weiter zu überarbeiten.

Der Beschluss dieses Entwurfsplans fiel aber keineswegs eindeutig aus: fünf Ja-Stimmen vonseiten der CDU und der Grünen, vier Nein-Stimmen der SPD und eine Enthaltung des Ausschussvorsitzenden Stefan Nowatzki. Dessen Stimme sorgte für Empörung bei seinen Parteikollegen. Die Vertreter der Bürgerinitiative hingegen, die bisher das Projekt harsch kritisiert hatten, nahmen das Ergebnis mucksmäuschenstill hin.

Der Entwurf für den B-Plan muss am Donnerstag, 21. Mai, von der Stadtverordnetenversammlung abgesegnet werden. Wolfgang Pohlmann geht aber davon aus, dass „der Plan durchgeht“, da viele SPDler im Urlaub seien.