Stormarn
Glinde

Glinder Verwaltung will Bauhof zentralisieren

An der Berliner Straße 10 im Gewerbegebiet sollen neue Hallen und Büros entstehen

Glinde. Noch hat Andreas Gostomczyk, Leiter des Glinder Baubetriebshofs, sein Büro im Rathaus. Die rund 20 Mitarbeiter verteilen sich auf mehrere Standorte in der Stadt, dazu zählen die Werkstatt am Togohof und der Friedhof. Die Mehrzahl der Kollegen trifft sich morgens jedoch in der Berliner Straße 10 im Gewerbegebiet. Geht es nach Bürgermeister Rainhard Zug, wird es künftig nur noch dort einen zentralen Standort geben. Die Entscheidung darüber trifft die Politik. Am Donnerstag, 30. Oktober, werden sich die Mitglieder des Bauausschusses mit diesem Thema beschäftigen.

„Die jetzige Situation ist unwirtschaftlich. Es besteht Optimierungsbedarf. Wenn wir uns auf einen Standort konzentrieren, profitieren wir auch von kürzeren Fahrzeiten“, sagt der Verwaltungschef. Das war auch das Ergebnis einer externen Untersuchung im Jahr 2012. Schon damals hatte die Verwaltung Gespräche über den Kauf eines benachbarten Grundstücks an der Berliner Straße geführt. Mit dem Eigentümer konnte jedoch keine Einigung erzielt werden. Jetzt soll auf dem Areal des Zweckverbandes Südstormarn, mit dem die Stadt seit 2000 einen Mietvertrag über 20 Jahre hat, die Erweiterung erfolgen.

Beide Seiten haben bereits Gespräche geführt mit dem Ergebnis, dass das Vorhaben machbar ist. Auch wurde ein Architekturbüro mit der Erstellung eines Entwurfs für die Erweiterung des Standortes Berliner Straße 10 beauftragt. „Der sieht die Errichtung einer Fahrzeug- und Gerätehalle mit geschlossenen und offenen Bereichen, eines Sozialtraktes mit Umkleide- und Sanitärräumen sowie Büros für die Baubetriebshofleitung vor“, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

Inhalt des Schreibens ist auch, im östlichen Teil des Grundstücks entlang der K80 einen Knickwall für den Hallenneubau zu entfernen. Hierfür müsste die Stadt einen Ausgleich schaffen. Die Verwaltung hat eine Fläche zwischen dem Hochzeits- und Geburtenhain am Holstenkamp und der Kreisstraße ins Auge gefasst. Zug: „Der Zweckverband könnte Bauherr sein und die Stadt Mieter.“ Die Mietzahlung würde sich dann natürlich erhöhen. Der Bürgermeister hofft, dass die Planung 2015 beginnen kann.