Stormarn
Schienenverkehr

Reinbeker können Bahnlärm beim Bundesamt melden

Der Reinbeker Bahnhof. Hier fahren die Züge aus Hamburg nach Berlin vorbei

Der Reinbeker Bahnhof. Hier fahren die Züge aus Hamburg nach Berlin vorbei

Foto: Antonia Thiele

Die Strecke Hamburg–Berlin verläuft durch Reinbek. Lärmgeplagte Bürger können der Behörde im Internet ihre Situation beschreiben.

Reinbek. Wer an einer Bahnstrecke wohnt, lebt nicht in einer Ruheoase. Das gilt auch für zahlreiche Reinbeker. In unmittelbarer Nähe zu ihren Häusern und Wohnungen verläuft die Strecke Hamburg–Berlin. Wie sich die Lärmsituation vor Ort gestaltet, können die Bürger jetzt dem Eisenbahn-Bundesamt (EBA) mitteilen.

Die in Bonn ansässige Behörde ermittelt mit einer Öffentlichkeitsbeteiligung, wie laut es subjektiv an den Hauptstrecken ist. Wer mitmacht, beteiligt sich zugleich an der Erstellung des Lärmaktionsplanes. Das Verfahren erfolgt in zwei Phasen. Bis Sonntag, 31. Mai, können Betroffene ihre persönliche Belastungssituation durch den Schienenverkehr im Internet auf www.laermaktionsplanung-schiene.de beschreiben. Nach der Veröffentlichung der Ergebnisse besteht in einer zweiten Phase die Möglichkeit, diese noch einmal zu bewerten.

Das Eisenbahn-Bundesamt ist seit Januar 2015 für die Lärmaktionsplanung an den Hauptstrecken außerhalb von Ballungsräumen zuständig. Ziel ist es, den ersten bundesweiten Lärmaktionsplan bis Mitte 2016 zu erstellen. Er umfasst 13.400 Kilometer Schienenstrecke, betrifft rund 3500 Kommunen und vier Millionen Bürger. Auf der Internetseite der Behörde heißt es: „Aufgrund des dargestellten Umfangs der Lärmaktionsplanung wird es nicht möglich sein, von Bürgern vorgeschlagene Maßnahmen zur Lärmminderung im Detail zu berücksichtigen.“

Die Ansprechpartner beim Eisenbahnbundesamt sind Heike Schmidt und Moritz Huckebrink unter der Telefonnummer 0228/982 61 86. Fragen zu dem Thema im Reinbeker Rathaus beantwortet Sabine Voß vom Amt für Stadtentwicklung und Umweltschutz unter Telefon 040/72 75 03 32.