Stormarn
Ahrensburg

„Da besteht Suchtgefahr“

Was denken Stormarner über das Internet, Handys und Computer? Das Abendblatt hat nachgefragt

Ahrensburg. Viele können sich ein Leben ohne Handy, Internet oder Computer nicht mehr vorstellen. Aber wie schätzen die Menschen die Chancen und Risiken ein? Das Abendblatt hat sich umgehört.

„Das Internet ist hilfreich, um Informationen zu bekommen“, sagt Luka Sauer, 17, aus Delingsdorf. „Trotzdem sollte man sich der Gefahren bewusst sein. Die besuchten Seiten werden dokumentiert.“ Genau so risikoreich findet sie Facebook. „Da besteht Suchtgefahr. Man muss sich klarmachen, was man preisgibt. Schließlich sieht das die ganze Welt, und es wird nie gelöscht.“ Hanna Galler, 17, findet beeindruckend, wie viel schon Kinder über Computer wissen. Trotz aller Risiken:„Es ist gut, dass wir Computer in der Schule nutzen dürfen, so muss ich nicht erst ein dickes Buch durchforsten“, sagt die Schülerin aus Bargteheide. Ole Lehsten, 17, ist bei Facebook, WhatsApp und Instagram angemeldet. „Das nutze ich als Lückenfüller für die Busfahrt. Ich habe schon überlegt, meinen Account bei Facebook zu löschen. Vieles läuft jetzt über WhatsApp“, sagt der Todendorfer. Auf die sozialen Netzwerke verzichten will er aber nicht mehr.

Ellen Hoffmann, 54, aus Ahrensburg nutzt Facebook und hat über die Internet-Plattform StayFriends verschollene Klassenkameraden wiedergefunden. Nerven tut sie die Entwicklung nicht. „Wie ich damit umgehe, ist ja schließlich meine Entscheidung.“

Marie-Luise Jaster, 85, hat kein Interesse an Facebook und Co. „Das überlasse ich den Jüngeren. Mein Sohn hat mir vor einigen Jahren ein Handy geschenkt. Das liegt in der Schreibtischschublade. Ich musiziere lieber mit Freunden. So sieht mein soziales Netzwerk aus.“ Auch Jürgen Bauschke aus Großhansdorf nervt das Herumgetippe auf den Geräten. „Ich weiß, das ist heute für die jungen Leute Mainstream. Aber den muss ich ja nicht noch vorantreiben.“