Stormarn
Kommentar

Lösung kommt spät, ist aber gut

Die Marke Stormarn soll bekannter werden. Mit dieser Aufgabe wird bald wieder ein Tourismusmanager betraut.

Sein Ziel wird es sein, Hotels, Restaurants und vielen anderen Institutionen, die Auswärtigen etwas Interessantes anbieten, durch gezieltes Marketing mehr Zulauf zu verschaffen. Das ist sinnvoll. Denn von nichts kommt nichts. Soll heißen: Stormarn darf nicht auf Gäste warten, sondern muss um sie buhlen.

Der oder die Neue muss klar aufzeigen, was der Kreis alles zu bieten hat. Und davon gibt es nicht wenig. Beispiele gefällig? Das Schloss Ahrensburg, tolle Wanderrouten im Grünen, aber auch Golfplätze und Dutzende hervorragende Restaurants. Für Hamburg-Touristen ist der Kreis Stormarn gewiss einen Abstecher wert.

Mit dem 2011 gestarteten und bis 2013 befristeten Projekt Tourismusmanagement Stormarn wurde ein Anfang gemacht. Um nachhaltige Erfolge zu verzeichnen und das Potenzial auszuschöpfen, bedarf es jedoch einer langfristigen Lösung. Deshalb tut die Politik gut daran, wenn sie den Einstieg des Kreises als Mitgesellschafter bei der Herzogtum Lauenburg Marketing und Service GmbH beschließt. Der finanzielle Aufwand dafür beträgt jährlich 120.000 Euro. Der Gewinn für die Region, der durch diese Maßnahme winkt, könnte ein Vielfaches dessen ausmachen.

Warum erst jetzt diese nachhaltige Lösung? Diese Frage muss erlaubt sein. Die Stelle eines Tourismusmanagers, eingebettet in feste Strukturen, hatten Stormarns Gastro-Experten wie zum Beispiel Dehoga-Chef Axel Strehl schon vor Jahren gefordert. Wohl wissend, dass Tourismus kein Kinderspiel ist.