Berlin

„Unter der Dusche singe ich nicht“

Peer Richter im Interview über Schule, Berufspläne und Nervosität vor dem Auftritt

Berlin. Am heutigen Freitag singt Peer Richter im Halbfinale von „The Voice of Germany“ (20.15 Uhr, SAT.1). Abendblatt-Redakteur Claas Greite sprach mit dem 18-Jährigen über das Leben im Hotel, Schule und Plan B.

Hamburger Abendblatt:

Mit den anderen Kandidaten wohnst du in einem Hotel in Berlin-Friedrichshain. Wie verbringt ihr da die Tage?

Peer Richter:

Es gibt viel zu tun, wir sind eigentlich rund um die Uhr beschäftigt. Der eigene Song muss vorbereitet werden, dazu geht es in ein Studio nach Berlin-Adlershof. Manchmal sitzen wir abends im Hotel zusammen. Ansonsten schlafen wir.

Wie pflegst du den Kontakt zu Freunden und Familie in Bad Oldesloe?

Peer:

Ich rufe ab und zu zu Hause an. Mit den Freunden halte ich über Dinge wie SMS, Facebook und WhatsApp Kontakt.

Hat sich etwas verändert, seitdem du bekannt bist? Behandeln dich deine Freunde anders?

Peer:

Nein. Es gibt nur ab und zu Scherze von denen. Sie finden das selbst ungewohnt und witzig, dass ich jetzt im Fernsehen zu sehen bin.

Wie hast du entdeckt, dass du Talent zum Singen hast?

Peer:

Spaß daran hatte ich immer. Meinen ersten Auftritt hatte ich mit 16 bei meiner Entlassungsfeier an der Gemeinschaftsschule am Masurenweg. Das war eine kleine Sprungschanze für mich. Ich habe Mut gefasst, Auftritte zu wagen, und habe danach auch bei Talent-Wettbewerben mitgemacht.

Du spielst in der A-Jugend des VfL Oldesloe Fußball. Ist das da bekannt, dass du auch musikalisch bist, singst du zum Beispiel unter der Dusche ...?

Peer:

Nein, auf keinen Fall! (lacht)

Wie bekommst du die Schule mit der Fernsehshow unter einen Hut?

Peer:

Das ist im Moment ein schwieriges Thema, über das ich nicht so viel sagen möchte. Geplant ist jedenfalls, dass ich nächstes Jahr Abitur mache.

Falls es nicht gleich mit der Sängerkarriere klappt – hast du einen Plan B für eine Berufslaufbahn?

Peer:

Ja. Mein Plan war immer, Architektur oder Bauingenieurwesen zu studieren. Das strebe ich auf jeden Fall an.

Falls du nicht als Sieger aus der Show gehst – gibt es einen anderen Kandidaten, dem du das besonders gönnst?

Peer:

Wir sind alle gut befreundet, und ich gönne das wirklich jedem, der hier ist. Aber auch keinem mehr als einem anderen. Verdient hätte es jeder.

Vor deinem ersten Live-Auftritt sagtest du, du seist nicht aufgeregt. Und jetzt?

Peer:

Ich war noch nie der Typ, der hinter der Bühne nervös wird. Wenn es keinen Grund gibt, aufgeregt zu sein, sollte man es auch nicht sein. Oder?