Bargteheide

Bargteheides Jugend will Freiraum

Stadt geht neue Wege in der Betreuung am Nachmittag. Angebot wird deutlich flexibler

Bargteheide. Das Jugendarbeitsteam (JAT) der Stadt Bargteheide bietet seit Kurzem das neue Konzept „Freiraum“ an. Von Montag bis Freitag zwischen 14 und 16 Uhr werden zahlreiche kostenfreie Kurse angeboten. Neu an dem Konzept ist, dass die Kinder und Jugendlichen sich nicht mehr verpflichten, einen Kursus über einen Mindestzeitraum, beispielsweise zwölf Wochen lang, zu belegen. Stattdessen besteht ab sofort die Möglichkeit, verschiedene Angebote auszuprobieren und je nach Interesse sich für eines oder mehrere zu entscheiden.

„Bietet man alle Kurse verbindlich für mehrere Wochen an, haben die Jugendlichen irgendwann keine Lust mehr und springen ab“, sagt Joachim Brodmann, Schulsozialpädagoge und Leiter des Jugendarbeitsteams. Es handele sich hierbei nicht um ein Betreuungskonzept, betont er. Es gehe darum, die Freizeit der Jugendlichen gezielt mitzugestalten. Petra Morell, Mitarbeiterin des JAT und Betreuerin für die Grundschule Emil-Nolde-Schule, betont: „Wir bieten allerdings weiterhin betreute Hausaufgaben- und Nachhilfegruppen ab der ersten Klasse an. Da wird die Anwesenheit kontrolliert. Diese Betreuungsgruppen kosten 40 Euro im Monat.“

Die Kinder müssen nicht zwingend an Kursen teilnehmen. „Das Schulforum im Ganztagszentrum bietet Räumlichkeiten, in denen die Jugendlichen einfach nur chillen können, wie die Jugendlichen es heutzutage nennen“, sagt Brodmann. Ziel des Konzepts „Freiraum“ sei es, den Heranwachsenden einen Raum für Begegnungen und Kommunikation insbesondere mit Gleichaltrigen zu bieten, es bestehe auch die Möglichkeit, zu entspannen. Die Jugendlichen können bei diesem Konzept ihre Kreativität entfalten und neue Freizeitaktivitäten entdecken. Bürgermeister Henning Görtz ist von dem Konzept überzeugt. Er sagt: „Bei Jugendlichen besteht inzwischen der Wunsch nach Flexibilität.“ Damit die Kinder das Wochenprogramm des JATs nutzen können, müssen die Eltern eine einmalige Elterneinverständnis abgeben. Dann können die Kinder ihre Freizeit selbstständig planen.