Oststeinbek

In Barsbüttel feiert sich die CDU, in Oststeinbek jubelt die SPD

Union bleibt stärkste Partei, Sozialdemokraten legen zu

Barsbüttel/Oststeinbek. Die Anspannung in den Gesichtern war partei- und ortsübergreifend zu sehen - sowohl in Barsbüttel, wo sich die Politiker am Sonntagabend im Rathaussaal versammelten, als auch in Oststeinbek, im Bürgerhaus des Kratzmannschen Hofs. Ab 18 Uhr fieberten die Fraktionen und interessierte Gäste den Wahlergebnissen entgegen.

In Barsbüttel bezeichnete CDU-Chef Volkmar Dietel seine Partei als "klaren Sieger". Mit 36,8 Prozent erlangte sie die meisten Stimmen bei der Gemeindewahl und zog mit neun Sitzen in die Gemeindevertretung ein. Einen davon belegt Sabrina Borchers. Die 19-Jährige wird die jüngste Gemeindevertreterin sein. Fraktionsmitglied Otto Kiehl wird die Partei zukünftig als Gemeindevertreter und als Kreistagsabgeordneter vertreten. Nach Bekanntgabe der Ergebnisse traf sich die Fraktion im Restaurant Didim am Stiefenhoferplatz. "Der Erfolg muss gefeiert werden", sagt Kiehl.

Direkt neben der Partei stieß auch die Wählergemeinschaft Bürger für Barsbüttel auf vier erzielte Sitze in der Gemeindevertretung an.

Ebenfalls zufrieden waren die Grünen. "Zwei Sitze in der Gemeindevertretung sind toll, wenn man bedenkt, dass wir zuletzt 1998 an einer Kommunalwahl in Barsbüttel teilgenommen haben", sagt Rüdiger Schnoor. Er und Spitzenkandidat Joachim Germer werden die Partei in Barsbüttel vertreten.

Die FDP-Fraktion hatte hingegen keinen Grund zum Feiern. "Ich bin natürlich über unser Ergebnis enttäuscht. 3 Prozent der Wähler haben in der Gemeindewahl für uns gestimmt, das sind 4 Prozent weniger als 2008", sagte Parteichef Siemer Rosenwinkel.

In Oststeinbek zeigt sich die CDU vom Wahlergebnis enttäuscht

In Oststeinbek hatte die SPD allen Grund zur Freude. Vier Direktmandate erzielte die Partei. "Das ist eine kleine Sensation. Bei der letzten Kommunalwahl waren es nur zwei", sagt Christian Höft, Spitzenkandidat. Insgesamt 37,2 Prozent erreichte die Partei in der Gemeindewahl. "Das sind 7 Prozent mehr als 2008", sagt Höft.

Enttäuschte Gesichter sah man bei der CDU. Vorsitzender Hans-Joachim Vorbeck: "Wir sind zwar immer noch die stärkste Partei im Ort mit 41,7 Prozent, haben aber zwei Plätze in der Gemeindevertretung verloren. Deshalb bin ich nicht zufrieden."