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Im Ahrensburger Badlantic sind die Probleme noch größer

Für das Badlantic in Ahrensburg könnte das Reinbeker Modell zur Kostensenkung Vorbild sein. Denn es gibt einige Parallelen. Bis Ende 2011 gehörte der Stadt Reinbek das Schwimmbad gemeinsam mit E.on Hanse. Diese Struktur gibt es in Ahrensburg immer noch: Der E.on-Tochter Norddirekt gehört das Badlantic zu 49 Prozent, der Stadt zu 51 Prozent. Im Aufsichtsrat des Bades sitzen Vertreter von Norddirekt, Politik und Verwaltung. Branka Trube, bis November 2012 Geschäftsführerin vom Badlantic, leitete einst auch das Bad in Reinbek.

In Ahrensburg wird nun überlegt, den Reinbeker Weg einzuschlagen und das Bad wieder komplett zu übernehmen. Die Stadtverwaltung verhandelt seit Monaten mit E.on Hanse über die Modalitäten.

Ein wichtiger Unterschied: Während die Verträge in Reinbek ausliefen, gelten sie in Ahrensburgs noch regulär bis 2017. Die Stadt müsste E.on Hanse bei vorzeitiger Kündigung Geld zahlen. Für die Zeit der Verhandlungen wurde Hermann Roks, der das Bad schon von 1983 bis 1988 leitete, als Interims-Chef bestellt. Sein Vertrag läuft bis Ende Mai.

Die Verluste sind in Ahrensburg seit Jahren deutlich höher als in Reinbek. 2012 musste die Schlossstadt rund 1,5 Millionen Euro zum Freizeitbad zuschießen. Deshalb wird es auch dort um Kostensenkungen gehen.