Online-Umfrage

Wie fahrradfreundlich sind Stormarner Städte?

| Lesedauer: 3 Minuten
Radfahrerinnen und Radfahrer können wieder das Fahrradklima in ihren Städten und Gemeinden bewerten.

Radfahrerinnen und Radfahrer können wieder das Fahrradklima in ihren Städten und Gemeinden bewerten.

Foto: Friso Gentsch / dpa

Beim Fahrradklima-Test des ADFC können Einwohner ihre Orte bewerten. Glinder Bürgermeister ruft zur regen Teilnahme auf.

Ahrensburg/Glinde.  Wie angenehm oder gefährlich ist das Radfahren in Ahrensburg und Barsbüttel, in Großhansdorf und Glinde, in Bargteheide und Trittau, in Reinbek und Reinfeld? Ab sofort können Radfahrerinnen und Radfahrer aus Stormarn wieder die Lage in ihren Städten und Gemeinden bewerten. Beim Fahrradklima-Test 2022 des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) steht diesmal der ländliche Raum im Fokus.

„Der Ausbau von Radwegen und sicherer Infrastruktur hat an vielen Orten langsam begonnen“, sagt ADFC-Landesgeschäftsführer Jan Voß. „Wir sind gespannt zu sehen, ob das schon ankommt und in welchen Orten die Politik weiter in die Pedale treten muss.“

Glinder Bürgermeister hofft auf Meldungen für weitere Projekte

Der Glinder Bürgermeister Rainhard Zug ruft die Bürger ebenfalls auf, zahlreich an der Abstimmung teilzunehmen. Das ist online bis Ende November möglich. „Wir wollen einen nachhaltigen und klimafreundlichen Straßenverkehr, von dem alle Einwohner der Stadt profitieren“, sagt Zug. Dabei setze man auch auf das Fahrrad. „Um weitere Projekte anzustoßen, brauchen wir die Rückmeldung der Bürger, denn sie wissen am besten, was sie brauchen, um im Alltag mehr mit dem Rad unterwegs zu sein“, so Zug. Er bittet darum, sich ein paar Minuten Zeit für die Befragung zu nehmen.

Jeder Radler in Stormarn kann seine Alltagserfahrungen einfließen lassen. „Die Ergebnisse der Umfrage helfen, die Stärken und Schwächen in der bisherigen Radverkehrsförderung zu erkennen und weitere Aktivitäten an den Bedürfnissen vor Ort auszurichten“, sagt ADFC-Geschäftsführer Voß. Der Verein ruft alle zwei Jahre zum Test auf. 2020 nahmen bundesweit knapp 230.000 Menschen teil und bewerteten 1000 Städte und Gemeinden. Die Umfrage besteht aus 27 gleich lautenden Fragen sowie fünf Zusatzfragen, die sich dieses Jahr auf den ländlichen Raum beziehen. Dabei geht es darum, ob Ziele wie Schulen, Einkaufsmöglichkeiten oder Arbeitsstätten mit dem Fahrrad gut erreichbar sind, wie sicher sich die Wege in die Nachbarorte anfühlen, ob Fahrradparkplätze an Bahnhöfen vorhanden sind und wie eigenständig die Mobilität von Kindern und Jugendlichen ist.

Ahrensburg verbesserte seine Durchschnittsnote zuletzt auf 3,9

Der ADFC-Fahrradklima-Test findet bereits zum zehnten Mal statt. Vor zwei Jahren konnte Ahrensburg seine Durchschnittsnote von 4,3 auf 3,9 verbessern. Dieser Wert entsprach genau dem Bundesdurchschnitt. Glinde steigerte sich von 4,1 auf 3,9. Reinbek blieb unverändert bei 4,3. Bad Oldesloe verschlechterte sich von 4,1 auf 4,3. Reinfeld kam bei seiner erstmaligen Bewertung auf die Note 4,3.

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr fördert die nicht repräsentative Umfrage. Die Beantwortung ist anonym möglich. Um in die Auswertung zu kommen, ist für Orte mit bis zu 100.000 Einwohnern eine Mindestteilnehmerzahl von 50 erforderlich. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2023 vorgestellt.

Der Fragebogen: www.fahrradklima-test.de

( kx )

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