Überfall in Buxtehude

Polizei gibt zu: Bushido-Foto für Phantombild genutzt

Links der Rapper Bushido, rechts das Phantombild der Polizei Stade

Foto: dpa/Polizei Stade, Montage: HA

Links der Rapper Bushido, rechts das Phantombild der Polizei Stade

LKA-Zeichner suchte im Internet nach Personen, die dem Täter ähnlich sehen könnten – offenbar nach dem Zufallsprinzip.

Hamburg/Hannover. Das Rätsel um ein an den Rapper Bushido erinnerndes Phantombild ist anscheinend gelöst: Die Polizei hat nach eigenen Angaben ein Foto des 38-Jährigen als Grundlage für ihre Suche nach einem Räuber verwendet.

"Die ersten Aussagen des Opfers zu markanten Tätermerkmalen dienten für den Polizeizeichner in diesem Fall als Grundlage für eine Recherche im Internet, um entsprechende Bilder zu generieren", teilte das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen am Freitag mit. "Dabei stieß er auf ein Bild von Bushido." Der Zeichner habe das Foto dann als Grundlage für das Phantombild verwendet. Gesucht wird ein Mann, der eine Frau in Buxtehude auf der Straße ausgeraubt hat.

Die Polizei hatte am Donnerstag noch von einem "Zufall" gesprochen

Dem medienkritischen "Bildblog" war aufgefallen, dass sich Bushido und der Mann auf dem Phantombild - bis auf eine rote Baseball-Mütze - zum Verwechseln ähnlich sehen. Deutschlandweit hatten Medien die Geschichte aufgegriffen – zumal die Polizei Stade am Donnerstag noch von einer zufälligen Ähnlichkeit gesprochen und dementiert hatte, dass das Phantombild auf der Aufnahme des Rappers basiert.

Die Ermittler betonten auch am Freitag, es handele sich nicht um einen Aprilscherz. Zu weiteren Details und zur genauen Vorgehensweise beim Erstellen von Phantombildern wollte sich das LKA nicht äußern. Das Verfahren sei aber "rechtlich zulässig", sagte ein LKA-Sprecher.

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