Hintergrund: Zeitumstellung

Ölkrise brachte eine Stunde mehr

Die offizielle Bezeichnung für die Winterzeit lautet eigentlich "Normalzeit" oder "Mitteleuropäische Zeit". Erst seit rund 30 Jahren wird in Deutschland - wie in vielen anderen Staaten - in den Sommermonaten davon abgewichen.

Unter dem Einfluss der Ölkrise beschlossen die meisten Länder der damaligen Europäischen Gemeinschaft im Jahr 1975 die Einführung der Sommerzeit. Durch das Vorstellen der Uhr um eine Stunde sollte das Tageslicht optimal ausgenutzt werden und somit der Energieverbrauch gesenkt werden. Ob die Maßnahme aber den gewünschten Erfolg bringt, ist längst umstritten. Kritiker fordern daher, die Umstellung abzuschaffen. Ihrer Ansicht nach ist die Maßnahme nur kostspielig, bringe aber keinen wirtschaftlichen Nutzen. Zudem könne die Umstellung zu gesundheitlichen Schäden bei empfindlichen Menschen führen. Bisher haben sich Kritiker der Sommerzeit aber nicht durchsetzen können. So wird auch im nächsten Frühjahr wieder an den Zeigern gedreht - der nächste Termin ist der 28. März 2010.