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Sensationsfund und seine Folgen

Im Dezember 2007 wurde bei Peilfahrten auf der Elbe ein Schiffswrack entdeckt. Der 14 Meter lange und 4 Meter breite Rumpf liegt vor Bützflether Sand - 450 Meter vom Ufer und 150 Meter von der Fahrrinne entfernt. Eine naturwissenschaftliche Analyse einer Holzplanke des Schiffes ergab, dass es aus dem Jahre 1630 stammt. Damit ist der Elbsegler, ein sogenannter Ewer, das älteste jemals in der Elbe entdeckte Binnenschiff.

Allerdings soll an dieser Stelle der Anleger für das geplante Kohlekraftwerk entstehen. Das Wrack müsste zuvor geborgen werden, was kostspielig wäre. Zurzeit ist offen, wie der Energiekonzern GDF Suez Energie, dessen Kraftwerkpläne auf Eis liegen, mit diesem "Problem" umgeht.

Für Stades Stadtarchäologe Andreas Schäfer ist das Wrack eine Bereicherung der maritimen Hafenfunde in Stade dar. (nib)