Lokführer streiken wieder, doch der Metronom fährt

Betreibergesellschaft ist von Aktionen ausgenommen, weil sie mit der GDL verhandelt

Stade/Buxtehude. Anders als bei früheren Streiktagen sind die Züge der Eisenbahngesellschaft Metronom von den aktuellen Aktionen der Lokführergewerkschaft GDL nicht betroffen. "Wir werden mit der Metronom Verhandlungen aufnehmen. Deshalb ist die Gesellschaft vom Streik ausgenommen", sagt der GDL-Pressereferent Stefan Mousiol. Termine für die Gespräche ständen aber noch nicht fest.

Vor rund zwei Wochen hatte sich die GDL mit der Deutschen Bahn AG bereits auf einen Rahmenvertrag geeinigt. Die S-Bahnen zwischen Stade und Hamburg sind deshalb seit einiger Zeit von den Streikaktionen ausgenommen. Nachdem sich weitere große Bahnunternehmen, darunter die Metronom GmbH, zu Gesprächen bereit erklärt haben, werden nur noch die Unternehmen der beiden Gesellschaften Veolia und Abellio bestreikt. Im norddeutschen Raum betrifft der Streik, der noch bis Freitag, 14 Uhr, andauert, die Bahnen der AKN, der NOB und der OLA.

Die Züge der Metronom wurden zuletzt bis Gründonnerstag bestreikt. Die Geschäftsführung der Metronom hatte ihr Unverständnis darüber geäußert, weil Lokführer bei dem Unternehmen bis zu 15 Prozent mehr als bei der Deutschen Bahn AG verdienen würden. Stefan Mousiol sagt dazu: "Bei dem Streik geht es nicht nur um Lohn an sich. Viele Dinge sind schlecht oder gar nicht geregelt." So würden etwa viele Lokführer ihren Job verlieren, wenn eine Strecke einen neuen Betreiber bekommt. Die GDL kämpfe dafür, dass in so einem Fall zumindest ein Teil der Beschäftigten übernommen wird. Das Hauptziel des Streiks ist ein bundesweit einheitlicher Tarif für Lokführer.