Kaffeewerkstatt Braderup

Sylter Start-up punktet bei Touristen mit Kaffee aus Wedel

| Lesedauer: 2 Minuten
Fabian Vandrey von der Kaffeewerkstatt Braderup mit seiner Ape vor dem Heimatmuseum in Keitum.

Fabian Vandrey von der Kaffeewerkstatt Braderup mit seiner Ape vor dem Heimatmuseum in Keitum.

Foto: Elisabeth Jessen

Die Kaffeewerkstatt Braderup, gegründet von zwei smarten Jungunternehmern, versorgt die Wattseite von Sylt mit "schwarzem Gold".

Keitum. Fabian Vandrey hat alles an Bord, um seinen Gästen einen Moment des Genusses zu bescheren. Dickwandige weiße Porzellantassen, Kaffeebohnen und vor allem eine chromblitzende Siebträger-Maschine. Der 28-Jährige Wahl-Sylter steht mit seinem zum Kaffeemobil umgebauten Ape-Transporter an diesem Frühsommertag vor dem Sylt Museum in Keitum. „Eigentlich wollte ich nur ein halbes Jahr auf der Insel bleiben“, sagt der Kassler, das sei jetzt neun Jahre her.

Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Barne Warnken, einem Elektriker, hat der gelernte Restaurantfachmann 2020 die Kaffeewerkstatt Braderup gegründet. „Wir verkaufen und reparieren in Braderup Kaffeemaschinen“, sagt Vandrey. Kunden seien sowohl Privathaushalte als auch Gastronomen. Außerdem bietet das junge Unternehmen Seminare und Ausbildungen für Hobby-Barista und Gastronomiemitarbeiter an.

Sylter Kaffeewerkstatt Braderup brüht mit Bohnen aus Wedel bei Hamburg

Den Kaffee bezieht die Kaffeewerkstatt von Mr. Hoban’s Coffee Roastery in Wedel bei Hamburg. „Der Inhaber Jan-Cort Hoban röstet fair und direkt gehandelten Kaffee“, sagt Vandrey. Und das seit 20 Jahren sehr erfolgreich.

Neben dem Ape-Transporter nutzen Vandrey und Warnken einen weiteren Verkaufswagen. „Wir haben auch noch einen umgebauten Pferdetransporter“, sagt Barrista Vandrey, der bei schönem Wetter regelmäßig vor dem Heimatmuseum (Am Kliff 19, Keitum) seine Kaffeevariationen anbietet, aber auch vor der Sylter Landschlachterei (Bäderstraße 2, Keitum) beim Bahnhof.

Garten des Sylter Heimatmuseums in Kampen wird manchmal zur Kaffee-Lounge

Es sei schwierig, eine Genehmigung für öffentliche Stellflächen zu bekommen, sagt Vandrey, der auch häufig für private Feiern und Veranstaltungen gebucht wird. Den Garten des Heimatmuseums fährt er dagegen häufig an.

Museumsleiter Alexander Römer stellt die Fläche gern zur Verfügung, weil sich die Gäste vor oder nach dem Museumsbesuch gern in den Strandkörben oder den Liegestühlen mit Blick auf das Watt niederlassen. „Für uns ist das eine Win-win-Situation, sagt Römer, „das Angebot ist perfekt, wenn die Leute im Garten noch verweilen wollen.“

Und daher gibt es auch Porzellantassen. Coffee to go ist etwas für gestresste Menschen. Urlauber nehmen sich in der Regel die Zeit, ihre Tasse Kaffee in Ruhe zu trinken.

Hier weitere Infos zum Sylt Museum

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Sylt

Espresso soll zum immateriellen Welterbe erhoben werden
Espresso soll zum immateriellen Welterbe erhoben werden