Ostsee Camping

Hier werden freie Wohnmobil-Plätze in Echtzeit angezeigt

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Auf dem Weg mit dem Wohnmobil an die Ostsee: Doch wo gibt es noch freie Camping-Stellplätze (Symbolbild)?

Auf dem Weg mit dem Wohnmobil an die Ostsee: Doch wo gibt es noch freie Camping-Stellplätze (Symbolbild)?

Foto: Udo Herrmann / CHROMORANGE

150 Stellplätze wurden mit digitaler Sensorik ausgestattet. Online können Camper die aktuelle Belegung einsehen.

Lübeck. Wer in Lübeck-Travemünde einen Platz mit seinem Wohnmobil sucht, soll es künftig leichter haben. Die Hansestadt ist nach eigenen Angaben Vorreiter bei der digitalen Besucherlenkung für Camper. Informationen zu freien Parkplätzen sind online abrufbar und sollen dadurch den Parksuchverkehr minimieren. Rund 150 Stellplätze am Kowitzberg und am Fischereihafen in Travemünde wurden dafür mit digitaler Sensorik ausgestattet, die in Echtzeit auf der Plattform www.parken-luebeck.de anzeigt, ob und wo noch freie Stellplätze vorhanden sind.

„Vorhandene Stellplatzkapazitäten in Travemünde sind vor allem bei schönem Wetter oder in Ferienzeiten schnell ausgelastet. Die digitale Besucherlenkung ist eine tolle Lösung, mit der sich anreisende Gäste online über verfügbare Stellplatzkapazitäten in Travemünde informieren können“, sagte Kurdirektor Uwe Kirchhoff bei der Vorstellung des Projekts.

Ostsee: Freie Camping-Stellplätze in Echtzeit finden

Anlass für die Maßnahme war seinen Angaben zufolge auch der anhaltende Boom im Reisemobiltourismus. So habe sich die Anzahl von der Zulassungen pro Jahr in den vergangenen Jahren rund verdreifacht. Davon profitierten auch Lübeck und Travemünde. „Für die Wohnmobilreisenden ist die Digitalisierung unserer Stellplätze eine enorme Verbesserung der Servicequalität und steigert unsere touristische Attraktivität. Es spart Treibstoff und somit auch C02. Aber auch für die Bürgerinnen und Bürger Lübeck-Travemündes verbessert sich die Aufenthaltsqualität, wenn beispielsweise Staus durch die Stellplatzsuche in der Umgebung vermieden werden können“, so der Kurdirektor.

Für Bürgermeister Jan Lindenau sind die digitalisierten Stellplätze ein weiteres Beispiel für den ganz praktischen Nutzen, den smarte Technologien für die Menschen haben: „Die Smart City ist in der Hansestadt längst kein Schlagwort mehr, sondern zeigt in immer neuen Beispielen ihren konkreten Vorteil für die Bürger:innen und Besucher:innen. Das Thema Parkplatzkapazitäten online in Echtzeit sichtbar zu machen, ist aktuell ein Thema in einer ganzen Reihe von Kommunen. Mit unserer Lösung gehören wir bundesweit zu den wenigen, die in der Lage sind, so ein System für große Parkplätze umzusetzen“, sagte Lindenau.

Freie Camping-Plätze online finden – System erweiterbar

Das System sei dabei im Prinzip beliebig erweiterbar und die gewonnenen Daten ermöglichten perspektivisch auch weitere Anwendungen für die Verkehrslenkung. Weitere potenzielle Einsatzmöglichkeiten für die Stellplatzsensoren gebe es vor allem bei besonderen Stellflächen – wie etwa Behindertenparkplätzen oder Parkplätzen mit E-Ladesäulen, hieß es bei der Projektvorstellung.