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Steffen Henssler eröffnet Ahoi in Scharbeutz – die Pläne

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Ulrich Gaßdorf
Steffen Henssler (r.) eröffnet das Ahoi am Sonnabend in Scharbeutz gemeinsam mit seinem Bruder Peter.

Steffen Henssler (r.) eröffnet das Ahoi am Sonnabend in Scharbeutz gemeinsam mit seinem Bruder Peter.

Foto: Heiko Neumann

Der TV-Koch will weiter an der Nord- und Ostsee expandieren, nennt aber auch Probleme. Folgt zudem ein Ahoi auf Sylt?

Scharbeutz. Steffen Henssler ist ein Tausendsassa. Im Fernsehen präsentiert er seine eigene Show, füllt große Hallen mit seinem Bühnenprogramm, hat sieben Kochbücher herausgebracht und sich ein Gastroimperium aufgebaut. Und jetzt kommt der nächste Aufschlag. Direkt an der Strandallee von Scharbeutz eröffnete der Hamburger am Sonnabend gemeinsam mit seinem Bruder Peter das Restaurant Ahoi.

Es ist nach Hamburg, Köln, Otterndorf und Travemünde bereits der fünfte Standort. „Wer lecker und unkompliziert Essen möchte, der ist bei uns bestens aufgehoben. Bei uns sind Familien herzlich willkommen, es gibt eine eigene Karte für die Kinder. Außerdem geht es schnell, aber wer möchte, kann natürlich auch länger verweilen und den Blick auf die Ostsee genießen“, sagt Henssler im Gespräch mit dem Abendblatt.

Die Pläne für Hensslers Ahoi in Scharbeutz

Das Lokal in der ersten Etage hat 130 Sitzplätze innen und weitere 160 Gäste können auf der Terrasse zur Wasserseite hin Platz nehmen. Auf der Speisekarte stehen Gerichte wie Fish’n Chips in unterschiedlichen Variationen, Burger und Sushi-Bowls.

Allerdings hat sich die Ahoi-Eröffnung in Scharbeutz ein wenig hingezogen. Seit 2019 war bekannt, dass der Fernsehkoch („Grill den Henssler“) hier eine Dependance an der Promenade eröffnen möchte. „Der Umbau hat etwas gedauert und Corona hat die Eröffnung auch nicht gerade beschleunigt. Zum Schluss haben wir dann noch wochenlang auf einen Elektrokasten gewartet. Deshalb freue ich mich umso mehr, dass wir jetzt hier loslegen können“, sagt Henssler.

Das Ambiente des Restaurants beschreibt der Gastronom als rustikalen und modernen maritimen Look. „Uns ist wichtig, dass sich die Leute wohlfühlen, wenn sie bei uns einkehren. Und die Einrichtung vermittelt eine wohlige Atmosphäre“, so Henssler.

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Eröffnet Henssler ein Ahoi auf Sylt?

Das Ahoi ist nicht das einzige Konzept, das der gebürtige Schwarzwälder betreibt. Seit 2001 führt er gemeinsam mit Vater Werner das Henssler Henssler an der Großen Elbstraße. Auch das Ono am Lehmweg nennt Henssler sein eigen. Dazu kommt der Sushi-Lieferdienst Go by Steffen Henssler in Hamburg, mit weiteren Standorten in München, Frankfurt, Stuttgart, Berlin und Düsseldorf. Das gleichnamige Restaurant an der Rothenbaumchaussee wird nach einem Umbau Ende Juli wieder eröffnet. Der Lieferservice in Hamburg war von der vorübergehenden Schließung aber nicht betroffen und läuft weiter. „Wir wollen mit dem Go-Konzept auch ins Ausland expandieren“, kündigt Henssler an.

Auch Ahoi ist auf Expansionskurs. „Wir haben weitere Großstädte im Auge. Aber auch die Ferienorte an der Ostsee und Nordsee sind für uns interessant.“ Das Restaurant auf dem Priwall in Travemünde, das Ende 2019 eröffnet wurde, werde sehr gut angenommen. Auch Sylt sei nach wie vor eine Option, sagt Henssler. Aber es gibt eine Sache, die der gesamten Branche und auch dem 48-Jährigen Sorge bereitet. „Wir haben ein Personalproblem in der Gastronomie in Deutschland. Auch in Scharbeutz haben wir noch nicht genügend Mitarbeiter, sodass wir einen Tag in der Woche zu haben werden.“

Vor allem an der Küste müssten mehr Personalwohnungen geschaffen werden. „Wenn überall nur Ferienwohnungen und Hotels entstehen, dann gibt es zwar jede Menge Urlauber, aber keinen mehr, der die Feriengäste bedient“, sagt Henssler, der nach seinem Griechenland-Urlaub bereits ist für die Restauranteröffnung in Scharbeutz.