Coronavirus

Kampf gegen Corona: Schleswig-Holstein klare Nummer eins

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Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU): „Im Norden wird gehandelt, im Süden werden Briefe geschrieben“ (Archivbild).

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU): „Im Norden wird gehandelt, im Süden werden Briefe geschrieben“ (Archivbild).

Foto: dpa

Während in anderen Bundesländern noch darüber diskutiert wird, was der beste Weg aus der Pandemie sei, zeigt der Norden, wie es geht.

Kiel. Wer sich eine Deutschlandkarte ansieht, in der die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen farbig markiert sind (je dunkler, desto mehr Fälle), entdeckt im Moment nur wenige helle Flecken – es sei denn, er guckt ganz nach oben, in den Norden. Schleswig-Holstein gehört seit Beginn der Pandemie zu den Ländern, die die Lage am besten im Griff haben – aber in der dritten Welle lässt man den Rest der Republik deutlich hinter sich.

In Zahlen: Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt deutschlandweit derzeit bei 110 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner, in Schleswig-Holstein ist sie mit 62 beinahe nur halb so hoch. Bis auf Segeberg liegen alle Landkreise im Norden unter dem Wert von 100, Dithmarschen (33,0), Schleswig-Flensburg (21,4). Plön (21,0) und Nordfriesland (15,1) unterschreiten sogar die Marke von 35.

Schleswig-Holstein setzt Corona-Regeln konsequent um

Und selbst der zwischenzeitliche Hotspot Flensburg, wo die Zahlen wegen der raschen Ausbreitung der britischen Mutante vor kurzem noch jenseits der 200 lagen, hat die Situation wieder unter Kontrolle – aktuell wird eine Inzidenz von 87,6 gemeldet.

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Wie Schleswig-Holstein das geschafft hat? Eigentlich mit einer einfachen Strategie. Während anderswo immer wieder über neue Maßnahmen diskutiert wird oder Ministerpräsidenten wie Baden-Württembergs Winfried Kretschmann und Bayerns Markus Söder Brandbriefe an ihre Kollegen verfassen, setzt Schleswig-Holstein die vorhandenen Regeln sehr konsequent um: Steigt die Inzidenz wie in Flensburg etwa über 200, gibt es dort beispielsweise Ausgangssperren.

Auch bei Impfungen liegt der Norden weit vorne

„Im Norden wird gehandelt, im Süden werden Briefe geschrieben“, sagt Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) dazu. Es würde im Kampf gegen die Pandemie reichen, die sich an die vereinbarten Regeln zu halten und zwar genauso, wie sie der Bevölkerung kommuniziert worden seien. So könnte sich auch jeder darauf einstellen, was ihn im Falle steigender Inzidenzen erwarte.

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Übrigens: Bei den Impfungen gehört Schleswig-Holstein mit 19.427 Impfungen je 100.000 Einwohner in Deutschland zur Spitzengruppe, liegt auch hier vor Baden-Württemberg (18.182) und Bayern (19.054).