Corona-Regeln

Reisen an Nord- und Ostsee: Was Urlauber jetzt wissen müssen

Strandkörbe an der Ostsee (Archivfoto)

Strandkörbe an der Ostsee (Archivfoto)

Foto: Daniel Bockwoldt / dpa

Uneinheitliche Regelungen erschweren in vielen Ferienorten den Strandbesuch. Erfahren Sie hier, was Sie unbedingt beachten sollten.

Hamburg. Es könnte alles so schön sein – wenn es nicht so kompliziert wäre. Zwar sind unbeschwerte Urlaubstage an Nordsee und Ostsee wieder möglich, doch eine Reihe von uneinheitlichen Regelungen erschwert mancherorts das Sonnenbad am Strand und die Abkühlung im Meer.

Um die erwarteten Besucherströme an Nordsee und Ostsee in den kommenden Tagen und Wochen halbwegs kanalisieren zu können, gelten an den beliebten Ferienzielen wichtige Verhaltensmaßnahmen, die allerdings höchst unterschiedlich gestaltet sind und bis zuletzt laufend aktualisiert wurden – und weiter werden.

Nordsee und Ostsee: Das müssen Urlauber jetzt wissen

Die gute Nachricht: Hotels, Restaurants und Ferienwohnungen haben in den meisten Küstenorten wieder geöffnet, auch wenn der Service zunächst mit reduziertem Personal hochgefahren wird. Klar ist aber auch: Für Spontanbucher ist es fast überall schwierig, noch eine Unterkunft zu ergattern. Und: Tagesgäste sind an der Nordsee längst nicht überall willkommen.

Wissenswertes über Sylt

  • Sylt ist mit einer Fläche von 99,14 km Deutschlands viertgrößte Insel und die größte deutsche Nordseeinsel
  • Die Insel ist durch den mehr als elf Kilometer langen Hindenburgdamm seit 1927 mit dem Festland verbunden
  • Sylt ist 38 Kilometer lang und an der schmalsten Stelle nur 320 Meter breit
  • Die Hin- und Rückfahrt mit dem Autozug von Niebüll nach Westerland und zurück kostet derzeit knapp 100 Euro
  • Eine einfache Fahrt mit dem Regionalzug von Hamburg-Altona nach Westerland kostet rund 32 Euro

An diesem Wochen­ende gilt für Tagesausflügler ein Betretungsverbot für die Nordseeinseln und Halligen, darunter Sylt, Amrum, Föhr und Helgoland, das auch am Pfingstwochenende (30. Mai bis 1. Juni) Gültigkeit haben wird. Zu den Ausnahmen zählt Nordstrand. Auch Nordsee-Hotspots wie St. Peter-Ording und Büsum dürfen von Tagesgästen nicht betreten werden. Der Grund: Nordfrieslands Kommunalpolitiker fürchten, dass die zusätzlich anreisenden Tagesgäste die ohnehin schon knappen Service-Ressourcen überstrapazieren könnten.

Viele Urlaubsziele total ausgebucht

„Normale“ Übernachtungen in Hotels, Ferienwohnungen und auf Campingplätzen sind dagegen wieder erlaubt, allerdings sind zahlreiche Städte und Gemeinden bereits total ausgebucht.

Auf den Ostfriesischen Inseln können Ferienwohnungen und -häuser zwar wieder gemietet werden, aber die Gäste dürfen nur maximal einmal pro Woche wechseln. Hotels sind dort vom 25. Mai an wieder geöffnet, allerdings darf die Auslastung 50 Prozent nicht überschreiten. Bloße Tagesausflüge auf die Ostfriesischen Inseln, darunter Borkum, Juist und Norderney, sind ebenfalls verboten. Campingplätze dürfen nur maximal zur Hälfte ausgelastet sein, Dauercamper sind von dieser Regel ausgenommen.

Keine Verbote an der Ostseeküste

Keine Betretungsverbote gibt es dagegen an der Ostseeküste Schleswig-Holsteins. Die Landkreise Ostholstein und Lübeck wollen auf diese Einschränkung verzichten, auch die Lübecker Bucht mit Timmendorfer Strand ist frei erreichbar.

Mecklenburg-Vorpommern öffnet nach Corona-Pause wieder für Touristen
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In Mecklenburg-Vorpommern sind die Küstenorte und Inseln bis zum 25. Mai nur für Touristen aus dem Bundesland zugänglich, allerdings gilt hier eine Auslastungsbeschränkung von 60 Prozent. Erst danach können wieder Besucher aus dem ganzen Land anreisen – dann aber voraussichtlich unbeschränkt.

Wissenswertes zur bedrohten Ostseeküste:

  • Immer öfter reißen Sturmfluten Ostseestrände weg
  • 2017 sorgte Sturmtief „Axel“ für enorme Schäden, 2019 waren „Zeetje“ und „Benjamin“ ähnlich unheilvoll
  • Landesschutzdeiche existieren an der Ostsee nur auf einer Länge von 120 Kilometern
  • Vor allem Steilküsten müssen künftig stärker geschützt werden
  • Stand 2019: Der Klimawandel geht mit einem erwarteten Anstieg des Meeresspiegels um 0,84 Meter bis Ende des Jahrhunderts einher

So oder so: In allen Gemeinden an den Küsten von Nord- und Ostsee gelten die mittlerweile klassischen Corona-Regeln, über die vor Ort informiert wird. Dazu gehören Mindestabstände und Maskenpflicht beim Einkaufen.

Mehrfach haben Behörden bereits darauf hingewiesen, dass die Abstände auch an den Stränden und im Wasser eingehalten werden müssen. Zudem sind Ansammlungen wie zum Beispiel private Strandpartys verboten.

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