Schleswig-Holstein

Das Verkehrsprojekt "Lübeck geht los" startet

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Ein Jahr lang wird der Bereich von der Breiten Straße bis zur oberen Beckergrube für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Ein Jahr lang wird der Bereich von der Breiten Straße bis zur oberen Beckergrube für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Foto: dpa

Bürger dürfen Vorschläge machen. Erstes Ergebnis ist ein Verkehrsprojekt, das Durchgangsverkehr auf der Altstadtinsel verringert.

Lübeck. Am Montag beginnt das Verkehrsprojekt "Lübeck geht los", mit dem die Lübecker Altstadt vom Durchgangsverkehr entlastet werden soll. Ein Jahr lang wird der Bereich von der Breiten Straße bis zur oberen Beckergrube für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Autofahrer, die diese Strecke bisher zur Durchfahrt durch die Altstadt genutzt haben, müssen nun auf die größeren Umfahrungsstraßen ausweichen. Dadurch seien die Parkhäuser in der City und die Parkplätze am Altstadtrand stau- und stressfreier zu erreichen, sagte eine Stadtsprecherin. Der ursprünglich geplante "Becker-Brunch" zum Projektstart müsse allerdings coronabedingt verschoben werden.

Busse, Taxen, Schwerbehinderte dürfen mit Tempo 20 fahren

Die obere Beckergrube sowie die Breite Straße bis zum Koberg werden verkehrsrechtlich in einen "verkehrsberuhigten Geschäftsbereich" umgewandelt, in dem eine Höchstgeschwindigkeit von 20 Kilometern in der Stunde gilt. Die Fahrt durch die Versuchsstrecke ist ohnehin nur Bussen, Taxen, Radfahrern, Elektro-Autos, Radfahrern sowie Lieferanten, Schwerbehinderten und Bewohnern mit Parkausweis erlaubt.

Dadurch werde der neu gewonnene Raum verkehrlich spürbar entlastet werden, sagte Bausenatorin Johanna Hagen (parteilos): "Davon werden Anwohner, Besucher und Geschäftsleute gleichermaßen profitieren." Bereits in den vergangenen Wochen wurde die Fahrbahn eingeengt, Bushaltestellen wurden verlegt und Parkplätze aufgegeben. Vor dem Theater ist ein Platz entstanden, der zum Verweilen einladen soll. "Es gibt bereits viele Ideen, die Straße mit Leben zu erfüllen, doch die können wegen der Corona-Pandemie erst nach und nach umgesetzt werden", sagte Hagen.

Mehr Grün in der dicht bebauten innerstädtischen Straße

An dem Projekt haben neben Stadt- und Verkehrsplanern auch Bürgerinitiativen, Altstadtbewohner und Gewerbetreibende mitgewirkt, die eigene Ideen und Vorschläge äußern konnten. Ein oft vorgebrachter Wunsch sei mehr Grün in der dicht bebauten innerstädtischen Straße gewesen, sagte eine Stadtsprecherin. Deshalb wurden bereits in den vergangenen Wochen Bäume gepflanzt. Von Ende Mai an wollen Profis und Bürger gemeinsam Hochbeete mit Blumen, Kräutern und Gemüse anlegen.

( dpa )