Schleswig-Holstein

Streunende Katzen können kostenlos kastriert werden

Freilebende Katzen vermehren sich stark und leiden oft unter vielen Krankheiten

Freilebende Katzen vermehren sich stark und leiden oft unter vielen Krankheiten

Foto: ulian Stratenschulte / dpa

Aktion gegen Katzenelend startet am Sonnabend. Im Norden gibt es immer mehr frei lebende Katzen. Viele kommen schon krank zur Welt.

Kiel. Wer eine streunende Katze fängt, kann sie in Schleswig-Holstein von Sonnabend an mit finanzieller Hilfe des Landes in vielen Städten und Gemeinden kostenlos kastrieren lassen. Die Aktion soll bis zum 15. März dauern, wie das Umweltministerium am Dienstag mitteilte. Sie wird vorzeitig beendet, wenn die Mittel ausgeschöpft sind. Die Kastration kann über einen Fonds abgerechnet werden, den die Tierärztekammer verwaltet.

Das Land stellt in diesem Jahr wieder 90 000 Euro bereit, der Tierschutzbund 10 000 Euro. Der jeweilige Tierarzt beteiligt sich durch Honorarverzicht von 25 Euro je Fall.

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Die mitmachenden Gemeinden übernehmen 50 Prozent der Kosten für die Katzen, die aus ihrer Gemeinde kastriert werden. Private Halter sind ebenfalls aufgerufen, ihre Katzen in eigener Verantwortung kastrieren zu lassen.

Zahl frei lebender Katzen steigt stetig

Seit 2014 wurden in Schleswig-Holstein im Rahmen des Projektes gegen Katzenelend in acht Aktionen rund 17 000 Katzen kastriert. Die Zahl freilebender Katzen steigt laut Umweltministerium stetig.

Viele Tiere würden schon krank geboren, litten unter Mangelernährung, Parasitenbefall und Infektionen. Von einer nicht kastrierten Katze und deren Jungen könne es innerhalb eines Jahres bis zu 35 Nachkommen geben.