Schleswig-Holstein

Ersatzverkehr nach Sylt: Busse zeitweise überfüllt

Die Bahnlinie ist für Sylt die wichtigste Verkehrsader

Die Bahnlinie ist für Sylt die wichtigste Verkehrsader

Foto: imago stock / imago images / Chris Emil Janßen

Pendler zwischen Hamburg und Sylt müssen sich auf längere Fahrzeiten einstellen. Auch der Einsatz der Syltfähre verzögert sich erneut.

Sylt/Hamburg. Noch bis zum 29. November müssen sich Pendler zwischen Hamburg und Sylt auf längere Fahrzeiten und Behinderungen einstellen. Seit dem gestrigen Montagabend ist die Strecke zwischen Klanxbüll und Niebüll gesperrt, ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet.

Laut Bahn-Sprecher Egbert Meyer-Lovis sei der Schienenersatzverkehr reibungslos verlaufen. "Bis zu sieben Busse waren im Einsatz." Weiter seien alle Züge ab Klanxbüll planmäßig gefahren. Lediglich ein Zug hätte vier Minuten Verspätung gehabt.

Bus nach Sylt: "Einige Menschen konnten nicht mitgenommen werden"

Die Busse, die zwischen Niebüll und Klanxbüll im Einsatz waren, seien "gut gefüllt" gewessen. Derzeit werde geprüft, ob ab Mittwoch noch ein weiterer Zug dazu kommen soll.

Achim Bonnichsen, Sprecher der Pendlerinitiative, bewertet den Ablauf etwas anders. "Die Busse waren zeitweise überfüllt. Einige Menschen konnten nicht mitgenommen werden." Die Kapazitäten würden einfach nicht ausreichen.

Gut geklappt hätte dagegen die Parkplatz-Lösung in Klanxbüll. Dort seien von der Bahn 170 Parkplätze für private Pkw zur Verfügung gestellt worden. Viele Menschen seien in Fahrgemeinschaften hergefahren, sodass jeder einen Parkplatz bekommen hätte.

Syltfähre kommt später zum Einsatz

Weniger gute Nachrichten gibt es hingengen von der Syltfähre. Die Reederei, die mit dem "SyltExpress“ zwischen Havneby auf der Insel Rø­mø (Dänemark) und List auf Sylt verkehrt, hat extra eine zweite Fähre besorgt, um mehr Fahrzeuge zu transportieren. Doch die „RömöExpress“ konnte bislang wegen technischer Probleme nicht den Betrieb aufnehmen.

Eigentlich sollte sie am Montag starten. Von der Reederei hieß es, dass das Schiff mit einer Woche Verspätung losfahren werde. Doch auch dieser Termin kann nicht gehalten werden. Am Dienstag teilte das Unternehmen mit, dass die „RömöExpress“ erst am Dienstag, 12. November, den Betrieb aufnehmen könne.

Bis Freitag fährt die „SyltExpress“ deswegen nach einem Sonderfahrplan und soll schon um 3:25 Uhr ihren Betrieb aufnehmen.