Hotelgewerbe

Österreichische Kette plant Ferienhotel auf Fehmarn

In Hamburg betreibt Jufa ein Familienhotel in der HafenCity.

In Hamburg betreibt Jufa ein Familienhotel in der HafenCity.

Foto: Andreas Laible

Eröffnung am Südstrand ist in vier Jahren geplant, Baubeginn soll 2021 sein. Zielgruppe: Familien und Tagungsteilnehmer

Fehmarn.  Die österreichische Jufa Hotels Gruppe weitet ihre Aktivitäten im Norden aus. Vor 14 Monaten hatte das Unternehmen ein Viersternehaus mit 220 Zimmern in der Hamburger HafenCity eröffnet. Nun zieht es Jufa Hotels auf die Insel Fehmarn. Auf dem rund ein Hektar großen Areal der „Erholungsstätte Meeschendorf“ am Südstrand plant Jufa den Bau eines Familienhotels mit mehr als 100 Zimmern.

Das bestätigte der Jufa-Vorstandsvorsitzende Gerhard Wendl: „Wir haben mehrere Optionen an der Ostsee geprüft. Nun haben wir einen attraktiven Standort gefunden, an dem wir unser Konzept umsetzen können.“ Der Baubeginn ist 2021 geplant, die Eröffnung des Hotels für 2023. Es soll, passend zur Zielgruppe, Innen- und Außenspielplätze für die jungen Gäste geben, die auch von Nichthotelgästen genutzt werden können. Außerdem ist ein Wellnessbereich geplant.

Erbpachtvertrag über 75 Jahre abgeschlossen

Eine zweite Zielgruppe sind Teilnehmer von Tagungen und Seminaren. „Dafür werden wir auch entsprechende Räume schaffen. Natürlich wird es auch ein Restaurant und eine Bar geben“, sagte Wendl. Der Landkreis Rotenburg-Hersfeld hatte dort bislang eine Ferienanlage mit 200 Betten betrieben. Die Jufa hat bereits einen Erbpachtvertrag über 75 Jahre für das Grundstück mit dem Landkreis abgeschlossen. Von einer Investition im mittleren zweistelligen Millionenbereich für das Projekt ist die Rede.

Außerdem gehört den Österreichern jetzt ein Stück der HafenCity: Das Gebäude für das Jufa Hotel an der Versmannstraße in der HafenCity war bislang nur gepachtet. Doch jetzt hat die Jufa mit 22 österreichischen Investoren die Immobilie von dem bisherigen Eigentümer, einem Tochterunternehmen des Bauunternehmen Porr, für mehr als 50 Millionen Euro erworben: „Hamburg ist eine wachsende Stand mit einem boomenden Hotelmarkt. Deshalb haben wir uns entschlossen, hier zu investieren.“ Die Kette mit rund 1500 Mitarbeitern hat 60 Häuser in Deutschland, Österreich. Liechtenstein und Ungarn.