Schleswig-Holstein

AfD-Fraktion berät über Rauswurf von Sayn-Wittgenstein

Die Landesvorsitzende der AfD, Doris von Sayn-Wittgenstein, im Kieler Landtag.

Die Landesvorsitzende der AfD, Doris von Sayn-Wittgenstein, im Kieler Landtag.

Foto: Carsten Rehder / dpa

Landeschefin der Rechtspopulisten könnte von eigener Fraktion ausgeschlossen werden. Warum die AfD Sayn-Wittgenstein loswerden will.

Kiel. Doris von Sayn-Wittgenstein droht offenbar der Rauswurf aus der schleswig-holsteinischen AfD-Landtagsfraktion. Die AfD-Landesvorsitzende, die zugleich auch Abgeordnete ist, hat nach Recherchen der Tageszeitung „Die Welt“ den niedersächsischen Verein Gedächtnisstätte unterstützt. Der Verein verbreitet rechtsextremes Gedankengut.

Der AfD-Landtagsabgeordnete Claus Schaffer sprach am Mittwoch von einem „schwerwiegenden Vorwurf“. „Der Verein steht auf der Unvereinbarkeitsliste der AfD“, sagte Schaffer. Doris von Sayn-Wittgenstein hat ihr Verhalten am Mittwoch gegenüber der Fraktion erklärt. Das Ergebnis: Am kommenden Dienstag wollen die Abgeordneten über einen Ausschluss ihrer Kollegin aus der Fraktion beraten.