Kiel

Millionenraub aus Geldtransporter – Angeklagte schweigen

Ein Polizeifahrzeug steht auf der Zufahrt zum Parkplatz Rehbrook-Ost an der A21. Wegen des spektakulären Millionenraubs aus einem Geldtransporter Anfang des Jahres müssen sich von Montag  an zwei Männer vor dem Landgericht Kiel verantworten

Ein Polizeifahrzeug steht auf der Zufahrt zum Parkplatz Rehbrook-Ost an der A21. Wegen des spektakulären Millionenraubs aus einem Geldtransporter Anfang des Jahres müssen sich von Montag an zwei Männer vor dem Landgericht Kiel verantworten

Foto: Carsten Rehder / dpa

Fahrer und Komplize stehen seit Montag vor Gericht. Sie sollen auf Tour von Hamburg nach Kiel 2,4 Millionen Euro gestohlen haben.

Kiel. Für den Diebstahl von 2,4 Millionen Euro aus einem Geldtransporter müssen sich seit Montag zwei Männer vor dem Kieler Landgericht verantworten. Der 41 Jahre alte Fahrer und sein mutmaßlicher Komplize schwiegen zu Prozessbeginn vor Gericht. „Das steht einem pauschalen Bestreiten der Anklage gleich“, sagte Verteidiger Martin Schaar nach dem Ende des ersten Verhandlungstages.

Laut Anklage nutzten die Männer am 24. Januar eine Tour von Hamburg nach Kiel. An einer Tankstelle an der Bundesstraße 404 bei Kirchbarkau (Kreis Plön) habe der Fahrer seinen Beifahrer gebeten, Kaffee zu kaufen, sagte Staatsanwalt Florian Müller-Gabriel am Montag. Anschließend soll er mit einem 48-Jährigen die Situation genutzt haben, unbemerkt drei Geldboxen umzuladen und zu entwenden.

Beide Angeklagten sitzen in Untersuchungshaft. Sie müssen sich wegen gemeinschaftlichen Diebstahls mit Waffen in einem besonders schweren Fall verantworten. Dafür drohen bis zu zehn Jahre Haft. Der Großteil der Beute wurde im März bei Haus- und Autodurchsuchungen sichergestellt.

Am ersten Verhandlungstag wurden in dem Prozess drei Videoaufnahmen von Überwachungskameras gezeigt. Auf dem ersten waren Fahrer und Beifahrer beim Beladen des Geldtransporters zu sehen. Das zweite zeigte die Ankunft auf dem Parkplatz der Firma in Melsdorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde) und das dritte das Entladen der Geldboxen.

Die Strafkammer hat sieben Verhandlungstage geplant. Der Prozess soll am 11. September fortgesetzt werden.

Die beiden Männer stehen seit Montag wegen gemeinschaftlichen Diebstahls mit Waffen in einem besonders schweren Fall vor Gericht. Dafür drohen bis zu zehn Jahre Haft. Der Großteil der Beute wurde im März bei Haus- und Autodurchsuchungen sichergestellt. Die Strafkammer hat sieben Verhandlungstage geplant. Zum Prozess-Start sollte nur die Anklage verlesen werden.