Nordostseekanal

Neues Schleusentor – schon wieder prallt Frachter dagegen

Das unter portugiesischer Flagge fahrende Containerschiff „Akacia“ liegt im Februar nach der Kollision mit einem Schleusentor in der Südkammer der Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Holtenau. Jetzt gab es hier erneut eine Havarie

Das unter portugiesischer Flagge fahrende Containerschiff „Akacia“ liegt im Februar nach der Kollision mit einem Schleusentor in der Südkammer der Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Holtenau. Jetzt gab es hier erneut eine Havarie

Foto: Carsten Rehder / dpa

Bereits im Februar hatte ein großes Containerschiff das Tor schwer gerammt. Die Reparatur ist erst seit wenigen Tagen beendet.

Kiel. Das gerade erst neu eingebaute Schleusentor am Nord-Ostsee-Kanal in Kiel-Holtenau ist am Freitag von einem Schiff leicht gerammt worden. Ein Frachter sei am Morgen mit dem Bug gegen das Tor in der Südschleuse geraten, sagte ein Sprecher der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Zuvor hatten die „Kieler Nachrichten“ berichtet.

Es seien keine relevanten Schäden festgestellt worden, sagte der Sprecher. Deshalb habe die Schleuse nur kurzzeitig gesperrt werden müssen. Der Verkehr laufe wieder.

Erst im Februar war ein Schiff gegen das Tor gefahren

Zuletzt hatte das fast 150 Meter lange Containerschiff "Akacia" in der Nacht zum 20. Februar das Tor der Südkammer gerammt. Der unter portugiesischer Flagge fahrende Frachter fuhr dabei so schnell, dass der Bug das Tor teilweise durchbrach. Vermutlich war seine Maschinenanlage defekt. Er fuhr mit zunehmender statt gedrosselter Geschwindigkeit. Nach Angaben des Wasser- und Schifffahrtsamts lagt der Schaden im zweistelligen Millionenbereich.

In der Woche vor Ostern war das kaputte und für die Bergung in zwei Teile zerschnittene Schleusentor entfernt und in den Kieler Hafen gebracht worden - mit Hilfe eines aus Rotterdam gekommenen Schwimmkrans.

Während der Reparatur stand in Kiel-Holtenau nur eine Schleusenkammer zur Verfügung. Die Verzögerungen für Schiffe betrugen oft mehrere Stunden